Was tun gegen Schnarchen? Die zehn besten Tipps und Tricks für Schnarcher!

Sie schnarchen so laut, dass Ihr Partner nachts nicht schlafen kann oder es vorzieht, auf dem Sofa anstatt neben Ihnen zu nächtigen? Wir haben zehn Tipps für Sie zusammengestellt, die den Geräuschpegel im Schlafzimmer drosseln können.

Was tun gegen Schnarchen? Zum Beispiel ein Blasinstrument lernen. Das trainiert die Muskulatur im Gaumen- und Rachenbereich.

1. Verzichten Sie auf Alkohol vor dem Zubettgehen

Etwa zwei Stunden, bevor Sie sich schlafen legen, sollten Sie keinen Alkohol trinken. Bier, Wein und Co. entspannen nicht nur die Muskeln in den Gliedern, die Zungen- und Rückenmuskulatur trifft es ebenso. Die Erschlaffung sorgt für eine Vibration von Zunge, Zäpfchen und Gaumensegel während der Atmung und es entstehen röchelnde und sägende Geräusche.

2. Schlafen Sie auf der Seite

Wer auf dem Rücken schläft, neigt dazu, zu schnarchen . Die Begründung: Der Zungengrund, das ist das Ende der Zunge, rutscht in Richtung Rachen und verschließt ihn teilweise. Die Luft muss sich also geräuschvoll an dem Hindernis vorbeidrücken. Wenn Sie sich nachts unwillkürlich immer wieder im Schlaf auf den Rücken drehen, kann es hilfreich sein, in das Rückenteil Ihres Pyjamas einen Tennisball einzunähen.

3. Seitenlage nicht möglich? Ein Schaumstoffkeil kann die Lösung sein

Falls Sie in der Seitenlage gar keine Ruhe finden, können die Schnarch-Geräusche minimiert werden, indem Sie zumindest mit erhöhtem Oberkörper schlafen. Legen Sie sich hierfür einen speziellen Schaumstoffkeil unter den Rücken. Ein zweites Kissen kann aber auch schon genügen – probieren Sie es aus.

4. Übergewichtige sollten Diät halten

Menschen mit Übergewicht schnarchen öfter als jene mit Normalgewicht. Hierfür gibt es zwei Gründe. Zum einen kann das Doppelkinn auf den Atemschlauch drücken, dies sorgt dafür, dass der Luftweg verengt wird. Zum anderen kann es bei starkem Übergewicht zu Fetteinlagerungen im Halsbereich kommen, wodurch dieser Teil der oberen Atemwege ebenfalls an Volumen verliert. Sie können in diesem Fall selbst einiges tun, um das Schnarchen zu verringern: Eine Umstellung der Ernährung mit viel frischer Kost und regelmäßige Bewegung können helfen, sind ein Anfang, die überflüssigen Pfunde loszuwerden.

5. Sorgen Sie für eine gute Schlafqualität

Wenn Sie sich fragen, was Sie noch gegen das Schnarchen tun können, sollten Sie darauf achten, in Ihrem Schlafzimmer wirklich zur Ruhe zu kommen. Störfaktoren wie Lärm oder Licht beeinträchtigen die Schlafqualität und können ebenso Ursache  für das Schnarchen sein. Im Idealfall ist Ihr Schlafzimmer kühl, dunkel und ruhig; beispielsweise zum Hinterhof gelegen. Zudem ist es ratsam, täglich etwa zur gleichen Zeit schlafen zu gehen und – sofern möglich – keine Sorgen mit ins Bett zu nehmen.

6. Verbannen Sie Allergene aus dem Schlafzimmer

Manche Stoffe lassen die Nasenschleimhaut von Allergikern  anschwellen. Die Folge ist eine verstopfte Nase, die lästige Laute bei der Atmung erzeugt. Achten Sie deshalb auf Sauberkeit in Ihrem Schlafzimmer: Dazu gehört regelmäßiges Saugen genauso wie gründliches Lüften vor dem Zubettgehen. Entfernen Sie auch Pflanzen aus Ihrem Schlafzimmer, sie können potentielle Allergene absondern. Falls Sie häufig unter einer verstopften Nase leiden und sich nicht sicher sind, ob Sie eine Allergie haben, kann ein Test beim Facharzt Aufschluss bringen.

7. Halten Sie sich bei muskelentspannenden Arzneimitteln zurück

Ähnlich wie beim Thema Alkohol haben manche Medikamente eine entspannende Wirkung auf unsere Muskulatur – und zwar im gesamten Körper. Zu diesen Arzneien zählen beispielsweise Schlaftabletten, Muskelrelaxantien oder Beruhigungsmittel. Nehmen Sie diese Medikamente nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein.

8. Raucher sollten lieber auf Zigaretten verzichten

Zigarettenrauch trocknet die Schleimhaut der oberen Luftwege aus. Sie schwillt daraufhin an und somit hat der Luftstrom bei der Ein- und Ausatmung weniger Platz, was unangenehme Geräusche verursacht. Spezielle Bücher oder vielleicht auch eine Hypnosetherapie können Ihnen helfen, das Rauchen künftig bleiben zu lassen. Informieren Sie sich bei Ihrem Arzt oder Apotheker.

9. Musizieren trainiert die Rachen- und Gaumenmuskulatur

Wenn Sie mögen, können Sie ein Musikinstrument erlernen. Vor allem Blasinstrumente wie Posaune oder Trompete trainieren die Muskeln im Gaumen und Rachen. Die Muskeln werden straffer, was das Schnarchen reduzieren kann.

10. Was tun gegen Schnarchen? Manchmal ist ein Arztbesuch unumgänglich

Wenn Sie extrem laut schnarchen oder morgens meist unausgeschlafen und erschöpft sind, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Es wäre möglich, dass Sie nicht an gewöhnlichem Schnarchen leiden, sondern an der sogenannten Schlafapnoe. In diesem Fall kommt es nachts zu Atemaussetzern, was dauerhaft zu einer Sauerstoffunterversorgung führen kann. Diese Erkrankung sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, da sie zu starker Erschöpfung mit Problemen im beruflichen und privaten Umfeld führen kann. Ihr Arzt wird Ihnen unterschiedliche Behandlungsmethoden vorstellen.