Das Immunsystem: Erste Barriere bildet die Schleimhaut

Unser Körper besitzt ein selbstständig arbeitendes Wächtersystem, das Tag und Nacht damit beschäftigt ist, Krankheitserreger sowie Fremdstoffe zu erkennen und unschädlich zu machen. Zum Immunsystem zählen verschiedene Organe, spezielle Zellen und Moleküle. Eine erste Barriere gegen verschiedene Erreger bildet die Schleimhaut.

Die Nasenschleimhaut ist Bestandteil des Immunsystems und kann mit Nasenspray gepflegt werden.

Zwei Systeme vernichten Krankheitserreger

In Tröpfchen verpackt, fliegen zum Beispiel Erkältungsviren durch die Luft. Indem wir einatmen, kommen wir mit den Viren in Kontakt. Je nachdem, wie stark unser Abwehrsystem ist, werden die Erreger rechtzeitig bekämpft oder sie können sich weiter ausbreiten. Ohne die Hilfe der Nasenschleimhaut  wären wir vermutlich ständig krank. Mit zwei ausgeklügelten Systemen, einem mechanischen und einem immunologischen, versucht die Schleimhaut, Krankheitserreger loszuwerden, bevor sie angreifen können.

Mechanisches System: Flimmerhärchen reinigen die Nase

Die Nasenschleimhaut besteht aus drei Gewebsschichten. Sämtliche Zellen gehen zunächst von der Basalmembran aus, die eine Art Boden für das Gewebe darstellt. Anschließend folgt eine Bindegewebsschicht, die sogenannte Lamina propria, die mit einem dichten Netz aus Blutkapillaren ausgestattet ist. Den Abschluss bildet das Epithel, genauer gesagt, das Flimmerepithel. Den Namen tragen diese Zellen aufgrund der vielen Flimmerhärchen (Zilien), die ihnen wie sehr dünnes Haar anhaften. Umhüllt sind sie von Nasensekret, das mit Hilfe von Drüsen gebildet wird, um das Organ feuchtzuhalten und zu schützen.

Die Nase  übernimmt mit ihrer Schleimhaut eine sehr wichtige Reinigungsfunktion. Wird ein Fremdkörper eingeatmet, bleibt dieser zunächst an dem vorhandenen Sekret haften. Die Flimmerhärchen bewegen sich sehr oft und schieben so die Schleimschicht mitsamt den Fremdkörpern, Viren oder Bakterien in Richtung Rachen. Von der unteren Nasenmuschel bis zum Nasen-Rachen-Übergang braucht diese Art von Förderband rund 20 bis 25 Minuten. Im Rachen angekommen, kann das Sekret zwei Reflexe auslösen. Entweder werden die Fremdkörper durch Niesen oder Husten nach außen befördert oder aber heruntergeschluckt und unschädlich gemacht.

Immunsystem: Das lymphatische Gewebe bekämpft Krankheitserreger

In der Region des Atemtrakts spricht man bei der Immunabwehr vom sogenannten NALT. Das steht für „Nasenassoziiertes lymphatisches Gewebe“ und ist eine knäuelartige Ansammlung von Gewebe, das unter der Nasenschleimhaut liegt. In diesen Knötchen stecken Zellen, die Bestandteile des Abwehrsystems sind – die Lymphozyten. Hierbei handelt es sich um winzige Vertreter der weißen Blutkörperchen.

Zu den Lymphozyten gehören drei verschiedene Zelltypen:

  • Die B-Zellen werden auch als Abwehrzellen bezeichnet, da sie Abwehrstoffe produzieren, die sich gegen körperfremde Substanzen richten.
  • Die T-Zellen können Krankheitserreger unschädlich machen.
  • Die Killer-Zellen heißen auch Fresszellen. Sie identifizieren und zerstören kranke Zellen.

Trockene Nasenschleimhaut beeinträchtigt das Immunsystem

Das Immunsystem verliert deutlich an Stärke, wenn die Schleimhaut der Nase austrocknet. Dann kann sie ihre Reinigungs- und Schutzfunktion nicht mehr ausreichend erfüllen und Krankheitserreger haben es leichter, in den Körper einzudringen. Besonders im Winter, wenn die Raumluft durch das Heizen zu trocken ist, geraten die Schleimhäute in Mitleidenschaft. Beschwerden, die durch eine trockene oder anderweitig gestörte Schleimhaut ausgelöst werden, können sich bei den meisten Betroffenen durch eine juckende und brennende Nase bemerkbar machen.

Treten Symptome einer zu trockenen Nasenschleimhaut auf, können Sie mit Hilfe aus der Natur gegensteuern: Meerwasser-Nasensprays befeuchten und reinigen die Schleimhaut, das Nasensekret wird dünnflüssiger und die Flimmerhärchen können sich wieder besser bewegen und ihre Arbeit verrichten.