Nasennebenhöhlenentzündung: Ursachen

Eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) kann verschiedene Ursachen haben. Die akute Sinusitis (plötzlich auftretend und heftig verlaufend) ist meistens einer Nasenschleimhautentzündung geschuldet. Bei der chronischen Nasennebenhöhlenentzündung (langsam entwickelnd und lange andauernd) hingegen liegt die Ursache oft in einem gestörten Belüftungssystem der Nasennebenhöhlen.

 In seltenen Fällen kann Tauchen Ursache einer Nasennebenhöhlenentzündung sein.

Akute Nasennebenhöhlenentzündung: Häufigste Ursache ist eine Entzündung der Nasenschleimhaut

Wenn sich die Schleimhäute der Nasen- haupthöhlen entzünden – häufig ist das der Auslöser eines Schnupfens  – funktioniert das Selbstreinigungssystem  der Nasen nicht mehr. Die Schleimhaut produziert daraufhin immer mehr Sekret und schwillt darüber hinaus aufgrund der Entzündungsreaktion an. Das führt oft dazu, dass sich zusätzlich die Verbindungskanäle zwischen Nasen- haupthöhlen und Nasennebenhöhlen ebenfalls verschließen. Schließlich werden die Nasennebenhöhlen nicht mehr richtig belüftet und das feuchte Sekret kann kaum noch abfließen: Eine Nasennebenhöhlenentzündung kann sich entwickeln.

Ärzte vermuten sogar, dass bei einer Entzündung der Nasenschleimhaut  fast immer die Nebenhöhlen aufgrund der Nähe mitreagieren. Ob das der Betroffene tatsächlich spürt, ist von den körpereigenen Abwehrsystemen und dem Grad der Infektion abhängig.

Wissenswert:
Eine akute Nasennebenhöhlenentzündung ist keine Seltenheit – durchschnittlich leidet jeder siebte Erwachsene rund einmal jährlich darunter.

Seltene Ursachen für akute Nasennebenhöhlenentzündungen

In manchen Fällen sind die Ursache für eine Nasennebenhöhlenentzündung  Erreger, die sich beispielsweise in Schwimmbädern im Wasser befinden. Bei der sogenannten Badesinusitis sind die Keime beim Baden in die Nase eingedrungen. Bei der dentogenen Sinusitis (lateinisch – dens: Zahn) hingegen entsteht die Nasennebenhöhlenentzündung aufgrund von Komplikationen im Kieferbereich. Dazu zählen etwa Zahnwurzelspitzenentzündungen: Hier können Krankheitserreger vom Oberkiefer aus in die benachbarten Nebenhöhlen gelangen.

Äußerst selten sind große Druckschwankungen, wie sie beim Fliegen oder Tauchsport auftreten können, Ursachen für eine Nasennebenhöhlenentzündung. Dies wird als Barosinusitis bezeichnet.

Bestimmte Risikofaktoren können zudem eine akute Nasennebenhöhlenentzündung begünstigen. Dazu zählen:

  1. geschwächtes Immunsystem
  2. Viren, von denen eine besonders hohe Ansteckungsgefahr ausgeht
  3. Allergien

Chronische Nasennebenhöhlenentzündung: Ursachen

Als chronisch wird eine Nasennebenhöhlenentzündung bezeichnet, wenn sie länger als drei Monate andauert oder öfter als vier Mal jährlich diagnostiziert wird.

Die Ursache für eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung ist meist eine ungenügende Belüftung der Nebenhöhlen, was zu einem feuchten und sauerstoffarmen Nasen-Milieu führt – dem idealen Lebensraum für Bakterien und Viren. Dazu kommt es, wenn beispielsweise aufgrund von Allergien  die Nasenschleimhäute dauerhaft entzündet und angeschwollen sind und das Nasensekret nicht mehr ungehindert abfließen kann.

Auch kleine anatomische Besonderheiten können Teile der Nase verschließen und eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung auslösen. Dazu zählen etwa eine krumme Nasenscheidewand , eine vergrößerte Nasenmuschel und verengte Nasenhöhlengänge. Nasenpolypen  sind für die sogenannten polypöse Sinusitis verantwortlich. In diesem Fall verengen gutartige Schleimhautwucherungen die Nase.

Ebenso kann eine nicht vollständig ausgeheilte akute Sinusitis zu immer wiederkehrenden Beschwerden führen. Weitere Ursachen für eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung:

  1. Angeborene oder erworbene Immunschwäche
  2. Gut- und bösartige Tumore
  3. Erbkrankheiten wie Mukoviszidose (Atemwegsdrüsen bilden zähen Schleim, der auch die Nasennebenhöhlen verschließen kann)

Diese anatomischen Besonderheiten und Krankheitsbilder können die Ursache für häufige und langanhaltende Nasennebenhöhlenentzündungen sein und somit einen chronischen Verlauf der Erkrankung begünstigen.
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