Nasennebenhöhlenentzündung: Behandlung und Vorbeugung

Die Behandlung einer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) ist abhängig vom Krankheitsverlauf. Während einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung (schnell und heftig verlaufend) meist mit Medikamenten und Hausmitteln entgegengesteuert werden kann, ist bei einer chronischen Sinusitis (langsam entwickelnd und lange andauernd) manchmal ein chirurgischer Eingriff nötig. Langfristig vorbeugen können Sie einer Entzündung der Nebenhöhlen, indem Sie die Abwehrkräfte Ihres Körpers stärken.

Die Behandlung einer Nasennebenhöhlenentzündung kann mit einer Inhalation erfolgen.

Akute Nasennebenhöhlenentzündung: Behandlung

Es gibt eine Reihe von konservativen, also nicht-operativen Möglichkeiten, wie man eine akute Sinusitis behandeln kann. Erstes Ziel ist es, die durch die Erkrankung verstopften Nasennebenhöhlen wieder zu belüften, damit der Schleim wieder abfließen kann. Das gelingt etwa mit abschwellenden Nasensprays. Die Inhaltsstoffe, wie beispielsweise Tramazolin, Xylomeatazolin oder Oxymetazolin, bewirken, dass sich die Blutgefäße in den Schleimhäuten der Nase und Nebenhöhlen zusammenziehen. In der Folge nimmt die Schwellung ab und die Atmung wird erleichtert.

Wichtig bei der Anwendung dieser Sprays oder Tropfen ist jedoch, das Spray nicht länger als sieben Tage zu nutzen, da sonst die Schleimhäute dauerhaft geschädigt werden können. Zudem besteht das Risiko einer Suchtgefahr: Bei einem übermäßigen langfristigen Gebrauch gewöhnt sich die Schleimhaut an das Nasenspray. Die Schleimhaut schwillt stärker an als zuvor und eine immer höhere Dosis ist notwendig, um die gleiche gefäßverengende Wirkung zu erzielen (Rebound-Phänomen).

Alternativ können Betroffene zu Meerwasser-Sprays greifen: Diese lassen die Schleimhäute ebenfalls abschwellen, führen aber nicht zu einer Abhängigkeit.

Bei starken Beschwerden können Erkrankte ergänzend zu Schmerzmitteln greifen. Paracetamol, Diclofenac und Ibuprofen lindern starke Druckschmerzen. In sehr seltenen Fällen verschreibt der behandelnde Arzt Antibiotika. Diese zeigen allerdings nur Wirkung, wenn nachweislich Bakterien für die Entzündung verantwortlich sind.

Selbst-Behandlung mit Hausmitteln

Neben Medikamenten ist es möglich, zusätzlich Hausmittel in der Behandlung einer Nasennebenhöhlenentzündung einzusetzen. Dampfinhalationen mit Lavendel-, Kamille- oder Thymianölen wirken entzündungshemmend, schleimlösend und durchblutungsfördernd.

Gesichtsschmerzen und Druckgefühle können mit einer geeigneten Massage-Technik gelindert werden. Fahren Sie hierfür mit den Fingern von der Gesichtsmitte aus entlang der Augenbrauen bis zu den Schläfen. Daraufhin von den Nasenflügel über die Wangenknochen bis zu den Schläfen. Abschließend noch vom Kinn bis zu den Schläfen.

Des Weiteren gibt es noch eine Reihe von Maßnahmen, die leicht zu Hause umsetzbar sind und die Krankheit etwas erträglicher machen:

  • Sorgen Sie für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit im Raum. Legen Sie hierfür mit Wasser besprenkelte Handtücher über die Heizung. So bleiben die Schleimhäute feucht und sind weniger anfällig für Erreger.
  • Trinken Sie viel. Etwa zwei bis drei Liter Tee oder Mineralwasser täglich tragen dazu bei, das Nasensekret zu verflüssigen.
  • Wärmende Bestrahlungen mit Rotlicht können die Entzündung eindämmen.
  • Schlafen Sie mit erhöhtem Kopf, damit der Schleim besser abfließen kann.

Behandlung in gravierenden Fällen

Lässt die Nasennebenhöhlenentzündung auch nach 10 bis 14 Tagen nicht nach, führen Ärzte manchmal eine Punktion durch. Hier wird die entzündete Nebenhöhle angestochen, um das Sekret abfließen zu lassen. Sehr selten wird die Stirnhöhle bei einer Stirnhöhlenentzündung in Höhe der Augenbraue mit einem Bohrer geöffnet (Beck-Bohrung). Sekret und Eiter werden abgesaugt und die Höhle anschließend mit Antibiotika durchgespült.

Chronische Nasennebenhöhlenentzündung: Behandlung

Meist liegt der chronischen Sinusitis eine ungenügende Belüftung der Nasennebenhöhlen durch eine Verengung oder einen Verschluss der Nase zugrunde. Auch hier können abschwellende, kortisonhaltige Nasentropfen Wirkung zeigen, wenn beispielsweise kleine Schleimhautwucherungen (Polypen) die Einengung verursachen. Zusätzlich können Meerwasser-Sprays oder Dampfinhalationen angewendet werden, um den Schleim zu lösen.

Reicht dies nicht aus oder ist eine anatomische Struktur für die schlechte Belüftung verantwortlich, kann ein chirurgischer Eingriff nötig werden. Dieser ist abhängig von der Verschlussart, die eine mangelnde Belüftung verursacht. So müssen beispielsweise eine krumme Nasenscheidewand korrigiert, zu enge Verbindungskanäle zwischen Nasenhöhle und Nasennebenhöhlen (Ostien) vergrößert und sehr große Schleimhautwucherungen (Polypen) entfernt werden.

Liegt die Ursache einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung in einer Allergie, sollten die Allergieauslöser gemieden werden. Ist dies nicht machbar, kann eine Hyposensibilisierung sinnvoll sein. Hierbei wird das Immunsystem unter ärztlicher Aufsicht langsam an die allergieauslösenden Stoffe gewöhnt.

Nasennebenhöhlenentzündung vorbeugen

Eine Sinusitis lässt sich nicht immer verhindern. Da die akute Form aber meist eine Weiterentwicklung einer Erkältung ist, ist es sinnvoll, die körpereigenen Abwehrkräfte zu stärken. Das klappt mithilfe von:

  • einer vitaminreichen Ernährung
  • Saunabesuchen
  • Bewegung an der frischen Luft
  • Wechselduschen
  • ausreichend Schlaf
  • wenig Stress

Wenn Sie sich dennoch eine Erkältung eingefangen haben, sollten Sie beim Naseputzen auf eine schonende Technik achten, um die Nebenhöhlen nicht zu sehr zu strapazieren. Schnäuzen Sie sich deshalb immer vorsichtig, damit das Sekret nicht in die Nasennebenhöhlen gedrückt wird.

Versuchen Sie zudem, Ihre Schleimhäute stets feucht zu halten, denn die Heizungsluft in geschlossenen Räumen trocknet die Schleimhäute aus und Viren können leichter eindringen. Dementsprechend wird vermehrt Schleim gebildet, um die Erreger abzuwehren. Die Folge ist ein Schnupfen. Viel trinken, Nasenduschen mit Meerwasserlösung und pflegende Nasensprays mit Dexpanthenol steuern dem Austrocknungsprozess entgegen.

Hier finden Sie weitere Infos:

Die Nasennebenhöhlenentzündung >>

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