Wunde und trockene Nase: Die richtige Pflege hilft

Schnupfen und trockene Raumluft setzen unserem Riechorgan richtig zu: Als würde das ständige Niesen und Schnäuzen nicht genug belasten, sorgen die beiden Reize auch noch für eine wunde, trockene Nase, die sich rötet. Die Nasenhaut trocknet aus. Die richtige Pflege beruhigt, macht die gestresste Nase wieder funktionstüchtig und die Haut schön zart.

Eine trockene Nase wird schnell wund und brennt.

Wie entsteht eine wunde und trockene Nase und trockene Nasenhaut?

Unsere Nase wird meistens dann wund, wenn die Schleimhäute austrocknen. Dies geschieht häufig im Falle einer Erkältung oder bei Heuschnupfen. Zudem verbringen wir viel zu viel Zeit in Räumen mit trockener Umgebungsluft. Im Winter entzieht die Heizung der Luft Feuchtigkeit, im Sommer hat die Klimaanlage den gleichen Effekt. Ist die Atemluft trocken, werden es unsere Nasenschleimhäute auch. Anstatt ausreichend Flüssigkeit zu produzieren, um das feuchte Milieu in der Nase aufrechtzuerhalten, verändert der Nasenschleim seine Konsistenz: Er wird immer zäher, bis er seiner Abwehrfunktion  nicht mehr nachkommen kann.

Neben der Nasenschleimhaut werden bei Schnupfen  auch die empfindlichen Nasenflügel angegriffen. Die Reibung der Taschentücher, kombiniert mit kalter Winterluft und schnupfenbedingter Feuchtigkeit macht die Haut schuppig und rot.

Wunde und trockene Nase: Symptome

Die Anzeichen einer trockenen Nase und trockener Nasenhaut sind Riechstörungen, Nies-Attacken, Juckreiz, Brennen und ein starkes Trockenheitsgefühl. Manche Menschen leiden zudem unter Nasenbluten, wenn die Schleimhaut sehr trocken ist und aufgrund dessen aufreißt.

Bei einer typischen Schnupfnase können die Nasenflügel trocken, schuppig, gerötet und verkrustet sein, was sehr schmerzhaft ist: Jede Berührung mit dem Taschentuch lässt Erkrankte zusammenzucken.

Was Sie gegen trockene Schleimhäute und wunde Nasenflügel tun können

Spezielle Nasensalben beruhigen gereizte Schleimhäute und Nasenflügel gleichermaßen. Vor allem Vitamin A hilft der Haut, sich zu regenerieren und pflegt den Naseneingang. Ärzte warnen davor, die trockene Nase mit normaler Feuchtigkeitscreme zu behandeln. Sie kann die Flimmerhärchen im Inneren verkleben, so dass der natürliche Abtransport von Keimen nicht mehr möglich ist. Bei einer trockenen Nase ist diese Schutzfunktion ohnehin schon beeinträchtigt – die Feuchtigkeitscreme verschlechtert diesen Zustand noch mehr. Benutzen Sie deshalb spezielle Nasensalben: ihre Konsistenz ist entsprechend weich und flüssig, sodass die Flimmerhaare intakt bleiben.

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Hausmittel wie Kamillenkompressen unterstützen den Heilungsprozess der Haut und lassen Rötungen abklingen. Kochen Sie hierfür einen Teelöffel Kamillenblüten in etwas Wasser, fischen Sie anschließend die Blüten heraus und geben Sie sie in ein sauberes Leinentuch, das Sie sich auf die schmerzende Partie legen. Ergänzend lassen Inhalationen die Nasenschleimhaut abschwellen und fördern den Abfluss des Nasensekrets. Am besten eignen sich Dämpfe mit Kamille, Mineralsalzen oder ätherischen Ölen. Kleiner Hinweis: Ätherische Öle werden nicht von jedem Menschen vertragen, testen Sie deshalb zuvor eine kleine Menge beispielsweise auf ihrem Arm aus.

Taschentücher mit Aloe-Vera-Extrakt sind sanft zu wunden und schmerzenden Nasen. Verzichten sollten Sie dringend auf Stofftaschentücher: Sie sind nicht nur weniger hygienisch als Zellstoff-Tücher, sie sind auch deutlich rauer.

Wie Sie bei der nächsten Erkältung eine wunde und trockene Nase vermeiden können

Da das Wundsein häufig durch eine trockene Nasenschleimhaut entsteht, ist es hilfreich, frühzeitig gegenzusteuern:

  • Meerwasser-Nasensprays befeuchten und reinigen die Nasenschleimhaut beim ersten Anzeichen von Trockenheit ganz natürlich.
  • Pflegesprays mit Hyaluronsäure erhöhen den Feuchtigkeitsgehalt der Nasenschleimhaut, Dexpanthenol wirkt regenerierend auf die wunde Haut und steigert die Widerstandskraft der trockenen Nase.
  • Trockener Heizungsluft lässt sich in der kalten Jahreszeit mit einem Luftbefeuchter oder Wasserschalen, die im Raum verteilt werden, gegensteuern.

Um wunde Nasenflügel zu vermeiden, brauchen Verschnupfte etwas Disziplin. Auch wenn es schwerfällt, versuchen Sie sich trotz laufender Nase nicht ständig zu schnäuzen. Das reizt die Haut nur immer mehr.

Hier finden Sie weitere Infos:

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