Hausmittel bei trockenen Schleimhäuten der Nase

Wenn die Nase juckt und brennt, kann es sein, dass ihre Schleimhäute zu trocken sind. Die möglichen Ursachen wie Umwelteinflüsse – zum Beispiel Autoabgase – lassen sich im Alltag kaum vermeiden. Dennoch gibt es Abhilfe: Mit welchen Hausmitteln Sie Ihre trockene Nase wieder befeuchten können, erfahren Sie hier.

Frau verziert mit Blüten eine Wasserschale, die die Luftfeuchtigkeit erhöht

Trockene Nase: Wie kommt es dazu und welche Beschwerden sind typisch?

Eine trockene Nase kann sowohl im Winter als auch im Sommer auftreten. Schuld ist in vielen Fällen eine zu trockene Raumluft, entweder durch Heizungen oder Klimaanlagen hervorgerufen. Doch auch im Zusammenhang mit einer Infektion oder Umwelteinflüssen wie Abgasen oder Staub kann die Nasenschleimhaut austrocknen.
Zu den häufigen Beschwerden einer trockenen Nase zählen:

  • Juckreiz und/oder Brennen
  • häufiges Niesen
  • Borken- oder Krustenbildung
  • Nasenbluten

In manchen Fällen ist sogar der Geruchs- und Geschmackssinn eingeschränkt. Damit es gar nicht erst soweit kommt, können Sie auf verschiedene Hausmittel zurückgreifen, die einer trockenen Nase entgegenwirken oder die Beschwerden wieder lindern können.

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Nasenspülung: ein unbeliebtes, aber gutes Hausmittel bei trockener Nase

Viele Menschen hegen eine gewisse Abneigung gegen die Nasendusche: ihnen behagt schon die bloße Vorstellung nicht, dass Wasser durch ihre Nase läuft; Es lohnt sich jedoch, der Nasendusche eine Chance zu geben – denn sie gilt als wirksames Hausmittel gegen trockene Schleimhäute der Nase.

Dabei befeuchtet die Nasendusche mithilfe der Salzlösung nicht nur die Schleimhäute, sondern spült überschüssiges Sekret ebenso hinaus wie Krankheisterreger, Pollen oder andere Eindringlinge. Zusätzlich weicht die Salzlösung Borken oder Krusten auf, die häufig im Zusammenhang mit einer trockenen Nase entstehen. Doch wie wird das Hausmittel angewendet?

Um eine Nasendusche durchzuführen, wird am besten eine spezielle Dusche verwendet, die es in der Apotheke zu kaufen gibt. In diese wird eine lauwarme, isotonische Salzlösung gegeben, die ebenfalls fertig in der Apotheke erhältlich ist. Anschließend die Dusche an ein Nasenloch ansetzen, sodass die Salzlösung hineinfließen und über das andere Nasenloch wieder hinausfließen kann. Dabei den Mund geöffnet lassen.

Der Hygiene zuliebe bitte die Nasendusche nach jedem Gebrauch reinigen. Informationen zur richtigen Handhabung und Reinigung des jeweiligen Modells bietet die Packungsbeilage. Nach ungefähr einem halben Jahr die Nasendusche durch eine neue ersetzen.

Raumklima: die Luftfeuchtigkeit macht den Unterschied

Im Sommer ist es die Klimaanlage und im Winter die Heizung – es gibt viele Faktoren, die zu einem trockenen Raumklima beitragen. Das Schlimme daran: Ist die Luftfeuchtigkeit zu niedrig, trocknet das auf Dauer auch die Schleimhäute der Nase aus. Bewährte Hausmittel gegen eine trockene Nase tragen demnach dazu bei, die Luftfeuchtigkeit im Raum zu erhöhen:

  • Bereichern Sie Ihre Wohnung um die ein oder andere Grünpflanze. Zyperngras ist hierbei besonders hervorzuheben, denn die Pflanze gibt vergleichsweise viel Feuchtigkeit an die Umgebung ab und gilt als natürlicher Luftbefeuchter. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass die Erde nie zu feucht ist – andernfalls kann sich Schimmel bilden.
  • Schalen mit Wasser über der Heizung oder spezielle Gefäße für Wasser, die direkt an der Heizung angebracht werden können, sind die klassische Methode, um die Luftfeuchtigkeit im Raum zu erhöhen. Sie eignet sich jedoch eher im Winter, wenn die Heizung läuft.
  • Elektrische Geräte zur Luftbefeuchtung gibt es in verschiedenen Ausführungen und Preislagen. Bei manchen Geräten – besonders bei denen, die mit Ultraschall arbeiten – besteht jedoch die Gefahr, dass während der Verwendung Keime in die Raumluft abgegeben werden. Informieren Sie sich daher vor dem Kauf ausführlich.

Die ideale Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 40 und 60 Prozent liegen. Sogenannte Hygrometer, die beispielsweise im Baumarkt oder in Elektronikmärkten zu finden sind, zeigen die Luftfeuchtigkeit in Prozent an.

Inhalation: Nicht nur ein Hausmittel bei Erkältung

Nicht nur bei einer Erkältung, sondern auch bei einer trockenen Nase ist eine Dampfinhalation ein gutes Hausmittel – denn regelmäßige Inhalationen wirken befeuchtend auf die Schleimhäute. Hierzu einfach heißes Wasser in eine Schüssel gießen und die aufsteigenden Dämpfe inhalieren. Dabei über Kopf und Schüssel ein Handtuch legen. Alternativ können Sie auch ein Inhalationsgerät aus der Apotheke verwenden.

Verschiedenen Zusätze im Wasser können die Wirkung der Dampfinhalation als Hausmittel bei einer trockenen Nase noch unterstützen. Dazu gehört beispielsweise Salz, dass es speziell für Inhalationen in der Apotheke gibt. Kochsalz kann auch verwendet werden, enthält aber mitunter Rieselhilfen, welche die Schleimhäute reizen können. Leiden Sie gerade auch an einem Schnupfen, können Sie ätherische Öle oder Kamille ins Wasser geben.

Viel Trinken als Hausmittel bei einer trockenen Nase

Ebenso wie bei einer Erkältung mit Schnupfen gilt auch bei einer trockenen Nase: viel trinken ist ein verbreitetes Hausmittel. Die Flüssigkeit befeuchtet die Schleimhäute von innen heraus und trägt dazu bei, festes Sekret zu verflüssigen. Zwei bis drei Liter am Tag sind ein gutes Ziel. Dabei ist Wasser natürlich immer die beste Wahl. Um etwas mehr Abwechslung reinzubringen, können Sie allerdings auch ungesüßten Tee oder verdünnte Fruchtschorlen trinken.

Sie vergessen hin und wieder, über den Tag verteilt genügend zu trinken? Dann kann es Ihnen helfen, feste Routinen zu schaffen: Trinken Sie zum Beispiel zu jeder Mahlzeit ein großes Glas Wasser. Ein Wecker – beispielsweise im Smartphone – kann zudem so eingestellt werden, dass er regelmäßig klingelt und Sie so daran erinnert, etwas zu trinken.

Was Sie neben Hausmitteln noch gegen eine trockene Nase tun können

Als Ergänzung zu Hausmitteln gibt es noch weitere Maßnahmen, die Sie gegen eine trockene Nase ergreifen können. Dazu gehören unter anderem:

  • Pflegesprays: Nasensprays mit Meerwasser, Dexpanthenol oder Hyaluronsäure machen im Gegensatz zu abschwellenden Nasensprays nicht abhängig. Sie wirken pflegend, gelten als gut verträglich und befeuchten die Nase sanft.
  • Nasensalben: Diese Salben wurden speziell für das Innere der Nase entwickelt. Sie pflegen die Nasenschleimhaut und lösen Verkrustungen sanft. Ihre Konsistenz ist flüssiger als bei gewöhnlicher Creme, sodass die Flimmerhärchen nicht verklebt werden.

Hier finden Sie weitere Infos:

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