Trockene Nasenschleimhaut

Der Duft einer Blumenwiese, der Geschmack frischer Erdbeeren und tiefes Atmen beim Joggen – für alles brauchen wir eine gesunde Nase. Neben der Wahrnehmung von Sinneseindrücken und der Zufuhr von Atemluft in den Körper, ist die Nase aber auch ein wichtiges Abwehrzentrum gegen Krankheitskeime. Eine trockene Nasenschleimhaut beeinträchtigt die Nasenfunktion jedoch deutlich.

Frau mit Nasendusche befeuchtet ihre trockene Nasenschleimhaut

Woher kommt eine trockene Nasenschleimhaut?

Viele Menschen halten sich die meiste Zeit des Tages in geschlossenen Räumen auf. Besonders im Winter ist die Raumluft durch das Heizen zu trocken, genauso wie im Sommer in klimatisierten Räumen. Auf der Straße sind es Abgase, die die Nase austrocknen. Rauchen, Hausstaub, Schnupfen oder eine Allergie, Staubbelastung und vor allem ein Dauergebrauch von abschwellenden Nasensprays können ebenfalls zu Problemen mit der Nasenschleimhaut führen. Nasenbeschwerden entstehen außerdem durch die Einnahme von Medikamenten (z.B. Cortison oder Psychopharmaka) und besonders ältere Menschen leiden vermehrt unter einer trockenen Nase.

Trockene Nasenschleimhaut: Eintrittspforte für Krankheitserreger

Die trockene Nasenschleimhaut kann die Luft nicht mehr anfeuchten, das Nasensekret erhärtet und es bilden sich Borken. Die Trockenheit kann sich bis in die Nebenhöhlen fortsetzen, die Schleimhaut kann jucken, brennen und schließlich wund werden. Schließlich kann die Schleimhaut der Nase einreißen, es kommt vermehrt zu Nasenbluten und der Bildung von Schorf. Das ist nicht nur unangenehm, sondern in einer trockenen, rissigen Nasenschleimhaut siedeln sich auch schneller Viren und Bakterien an. Die Anfälligkeit für eine Atemwegsinfektion steigt. Geruchs- und Geschmackssinn werden ebenfalls gestört, was die Lebensqualität deutlich einschränkt.

Behandlung und Pflege

Eine trockene Nasenschleimhaut lässt sich in der Regel gut behandeln. Einerseits sollten die Ursachen beseitigt werden, andererseits kann der Nase durch die richtige Pflege geholfen werden.

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Sobald eine trockene Nase droht, sollte mit folgenden Gegenmaßnahmen begonnen werden:

  • Die Raumluft möglichst feucht halten – günstig ist eine Luftfeuchtigkeit von 50 – 60 Prozent. Zur Steigerung der Luftfeuchtigkeit gib es spezielle Luftbefeuchter. Es hilft auch, wenn Schalen mit Wasser im Raum verteilt oder feuchte Tücher auf die Heizung gelegt werden. Regelmäßiges Lüften sorgt ebenfalls für ein angenehmes Raumklima.
  • Nasenspülungen mit einer isotonischen Salzlösung sind ein beliebtes Hausmittel. Sie halten die Schleimhäute feucht und reinigen sie gleichzeitig. Dazu gut geeignet sind Nasenduschen, die es in der Apotheke zu kaufen gibt.
  • Eine bewährte Alternative zu Spülungen sind Meersalzsprays, mit denen sich schonend die Nasenschleimhäute befeuchten und pflegen lassen.
  • Nasensprays mit der natürlichen Vitaminvorstufe Dexpanthenol helfen bei der Regeneration einer wunden Nasenschleimhaut. Hyaluronsäure-haltige Nasensprays oder -tropfen haben wasserbindende Eigenschaften und sorgen so ebenfalls für eine gesunde Nasenfeuchtigkeit.
  • Das Inhalieren von heißem Dampf einer Salzwasserlösung ist angenehm und befeuchtet die trockenen Schleimhäute.

Selten stecken ernsthafte Erkrankungen, wie zum Beispiel eine chronische Entzündung der Nasenschleimhaut (Rhinitis sicca), hinter einer trockenen Nase. Wenn sich jedoch die trockene Nase mit diesen Maßnahmen zur Selbstmedikation nicht bessert, ist ein Gang zum Arzt erforderlich. Durch eine Nasenspiegelung (Rhinoskopie) kann er die Ursache feststellen und eine geeignete Behandlung vorschlagen.

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