Tabletten gegen Schnupfen – Welche Medikamente helfen?

Schnupfen  ist eine harmlose Erkrankung, die meist in Eigenregie behandelt wird. Gegen die Schnupfenauslöser  – häufig sind es Viren – kann man nicht viel machen, aber zumindest die Schnupfensymptome lassen sich verbessern. Vor allem die Verbindungskanäle zwischen Nase und Nebenhöhlen sollten freigehalten werden, damit sich kein zähflüssiges Sekret anstaut und Folgeerkrankungen wie eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)  verursacht. Dabei helfen abschwellende Arzneimittel. Auch für das Wohlbefinden ist eine freie Nase angenehm. An schleimlösenden und abschwellenden Säften, Nasensprays und Tabletten gegen Schnupfen gibt es eine riesige Auswahl. Beliebt sind vor allem pflanzliche Produkte.

 Aus den Blüten der Echinacea (Sonnenhut) werden Tabletten gegen Schnupfen hergestellt.

Schulmedizinische Medikamente: Tabletten gegen Schnupfen

Abschwellendes Nasenspray  (zum Beispiel mit den Wirkstoffen Xylometazolin oder Oxymetazolin) hilft, die verstopfte Nase zu befreien. Da es schnell abhängig macht, darf es nicht länger als sieben Tage benutzt werden. Eine Alternative: Meerwasser Nasenspray  befeuchtet und pflegt die Nasenschleimhaut, gleichzeitig wirkt es abschwellend und macht nicht abhängig.

Die Schmerzmittel Paracetamol, Ibuprofen und ASS können die mit Schnupfen und einer Erkältung verbundenen Schmerzen lindern. Auch wenn der Schnupfen von Fieber begleitet wird, können diese Tabletten helfen. Hinweis: Kombinationspräparate aus mehreren Schmerzmitteln sind nicht nötig, ein Wirkstoff reicht zur Linderung von Erkältungsbeschwerden völlig aus.

Medikamente mit den Wirkstoffen Ephedrin oder Pseudoephedrin wirken, genau wie Nasenspray, gefäßverengend. Die Schleimhäute schwellen in der Folge ab und die Nase wird wieder frei. Die Wirkstoffe erreichen dabei über den Blutkreislauf ihren Zielort. Dadurch gelangen sie aber auch an viele andere Orte im Körper, was Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder Unruhe verursachen kann.

Antibiotika sind meistens überflüssig, denn Schnupfen wird in der Regel von Viren ausgelöst, gegen die Antibiotika unwirksam sind. Nur wenn sich zusätzlich eine bakterielle Infektion entwickelt, die zu Komplikationen führt, sind Antibiotika unter Umständen eine sinnvolle Therapie.

Hilfe aus der Natur

Heilpflanzen haben eine lange Tradition. Gegen Schnupfen gibt es eine Vielzahl an Präparaten, die Heilpflanzenextrakte enthalten und eine Linderung der lästigen Schnupfensymptome versprechen. Hier eine kleine Übersicht über die bekanntesten Heilpflanzen:

  • Echinacea (Sonnenhut) Tabletten oder Tropfen haben positive Effekte auf das Immunsystem und können Erkältungen milder verlaufen lassen.
  • Umckaloabo (Südkap-Pelargonie) gilt ebenfalls als Immunstimulanz und lindert Erkältungssymptome wie Husten und Schnupfen.
  • Myrtol hilft bei der Schleimlösung und wird vor allem bei Bronchitis und Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung) empfohlen.
  • Thymian wird ein schleimlösender Effekt zugeschrieben. Bei Schnupfen und festsitzendem Husten sollen Thymianpräparate antibakteriell und entkrampfend wirken.
  • Eukalyptusöl gilt als pflanzlicher Schleimlöser und soll Nase und Atemwege befreien.
  • Bromelain ist ein Enzym und wird aus der Ananas gewonnen. Es kann die Schleimhäute abschwellen lassen und lindert dadurch Druckbeschwerden und Schmerzen. Angestauter Schleim aus den Nebenhöhlen kann wieder abfließen.

In Kombinationspräparaten aus pflanzlichen Wirkstoffen finden sich meist viele verschiedene Heilpflanzen. Die Wirksamkeit der pflanzlichen Schleimlöser ist durch Studien allerdings kaum belegt. Am besten, Sie probieren selbst aus, ob und was Ihnen persönlich während eines Schnupfens hilft.

Bei erkälteten Kindern  ist das sanfte Einreiben von Brust und Rücken vor dem Schlafengehen ein beliebtes Ritual. Sie können in der Nacht besser durchatmen und schlafen deswegen meist ruhiger. Vorsicht jedoch bei Salben mit den Inhaltsstoffen Menthol, Eukalyptus und Kampfer: Sie können Hautreizungen auslösen und sind deswegen für Babys und Kleinkinder nicht angezeigt. Für sie ist ein Balsam, zum Beispiel mit Thymian und/oder Myrte, besser geeignet.

Viele Menschen greifen bei Schnupfen auf Vitamin C Tabletten zurück. Eine vorbeugende Wirkung konnte bisher nicht gezeigt werden, bei einer Erkältung erholen sich Personen, die Vitamin C einnehmen, lediglich geringfügig schneller. Optimal ist eine gesunde Ernährung aus viel Obst und Gemüse, denn natürliches Vitamin C kann der Körper am besten aufnehmen.

Die prophylaktische Wirkung von Zink ist umstritten. Eine Studie, die zeigt, dass Zink die Erkältungsdauer reduzieren kann, wurde wegen methodischer Mängel mittlerweile zurückgezogen.1

In der Homöopathie wird Gleiches mit Gleichem geheilt – sprich, ein Mittel, das die Symptome des Schnupfens hervorruft, soll in extremer Verdünnung dagegen helfen. Auch hier steht eine große Auswahl an Mittel gegen Schnupfen zur Verfügung. Nach Kriterien wie Schnupfenstadium, genaue Symptome, Umgebungsfaktoren und persönliche Eigenschaften des Betroffenen wird das passende Mittel individuell ausgewählt. Wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit von homöopathischen Mitteln gibt es bisher nicht. Auch hier muss von jedem selbst entschieden werden, ob er diese Heilmethode testen möchte.

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1 Singh M, Das RR. Zinc for the common cold. Cochrane Database of Systematic Reviews 2013, Issue 6