Wie entsteht Schnupfen – Ursachen

Bei einem Schnupfen (Rhinitis) ist die Schleimhaut in den Nasenhöhlen entzündet. Sie schwillt an und sondert vermehrt zähflüssiges Sekret ab, weswegen das Atmen behindert wird.

Ein Schnupfen kann vielfältige Ursachen haben. Häufig steckt ein grippaler Infekt, umgangssprachlich auch Erkältung genannt, dahinter, aber auch Allergien oder eine trockene Nasenschleimhaut sind mit einem Schnupfen verbunden. In manchen Fällen wird Schnupfen sogar chronisch. Die häufigsten Auslöser finden Sie hier im Überblick.

Wie entsteht Schnupfen? Eine Allergie gegen Pollen und Gräser ist ein typischer Auslöser von Schnupfen.

Erkältung oder Grippe?
Schnupfen als Begleiterscheinung

Zuerst juckt und brennt die Nase, dann folgen Niesattacken und flüssiges Sekret rinnt aus der Nase. Das sind die typischen ersten Beschwerden eines Erkältungsschnupfens. Weitere Symptome sind Husten, Halsschmerzen, Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen. Im späteren Verlauf wird der Nasenschleim zäh und dickflüssig, oft verfärbt er sich gelb-grün. Eine Erkältung dauert in der Regel ein bis zwei Wochen an. Auslöser sind verschiedene Viren, am häufigsten kommen Adeno-, Rhino-, Coxsackie- und RS-Viren (Respiratorische Syncytial-Virus) vor. Von diesen Viren gibt es noch viele Untergruppen, so dass insgesamt über 200 verschiedene Erkältungsviren im Umlauf sind. Und nicht nur das, die Viren sind in der Lage sich zu verändern, sodass der menschliche Körper immer wieder neue Abwehrstoffe gegen die Erreger bilden muss. Dies ist der Grund, warum manche Menschen mehrmals im Jahr eine Erkältung haben.

Anstecken kann man sich über Tröpfchen- und Schmierinfektionen. Bei der Tröpfcheninfektion reicht es, die Erreger beim Niesen oder Husten von anderen Menschen einzuatmen. Wenn man Gegenstände anfasst, auf denen Viren haften (zum Beispiel Türklinken), und sich anschließend unbewusst ins Gesicht fasst oder an der Nase reibt, gelangen die Erreger durch die sogenannte Schmierinfektion in den eigenen Körper.

Eine echte Grippe (Influenza) wird von Influenzaviren ausgelöst und beginnt häufig mit den gleichen Symptomen wie eine Erkältung. Daher sind die beiden Erkrankungen schwer voneinander zu unterscheiden. In der Regel sind die Symptome bei einer Grippe stärker ausgeprägt und der Krankheitsverlauf ist länger und schwerer. Wenn die Krankheitszeichen sehr plötzlich auftreten und von starken Kopf- und Gliederschmerzen und hohem Fieber (oft über 40°C) begleitet werden, sind dies Hinweise auf eine echte Grippe.

Wie Schnupfen durch eine Allergie entsteht

Ein allergischer Schnupfen ist eine weit verbreitet Ursache für Schnupfen. Der Körper entwickelt dabei eine Abwehrreaktion auf eingeatmete Stoffe oder Partikel, die eigentlich harmlos sind. Heuschnupfen ist die häufigste allergische Erkrankung, die durch Baum- und Gräserpollen ausgelöst wird. Weitere Allergieauslöser (Allergene) sind Tierhaare, der Kot von Hausstaubmilben oder Schimmelpilze, die oft verantwortlich für einen allergischen Schnupfen sind. Die häufigsten Symptome sind eine juckende und laufende Nase mit wässrigem Sekret, tränende Augen und Hautausschläge, bis hin zu Atembeschwerden. Je nach Allergen können die Beschwerden das ganze Jahr über auftreten oder saisonal vorkommen.

Bestimmte Stoffe reizen die Nase

Eine starke Staubbelastung, Gase, Rauch oder eine verschmutzte Luft reizen die Nasenschleimhaut enorm. In der Folge kann ein Schnupfen entstehen. Wer regelmäßig diesen Einflüssen, zum Beispiel berufsbedingt, ausgesetzt ist, kann einen chronischen Schnupfen entwickeln.

Nasenscheidewandverkrümmung und Polypen als Auslöser für Schnupfen

Die Nasenscheidewand trennt die beiden Nasenhöhlen voneinander. Ist sie schief, kann das den Luftstrom und die Reinigungsfunktion der Nase behindern. Folglich sammeln sich vermehrt Viren und Bakterien an, die Nasenschleimhaut wird angegriffen und sondert vermehrt Sekret ab, ein chronischer Schnupfen entsteht. Polypen sind gutartige Schleimhautgeschwülste, die ebenfalls die Durchlüftung der Nase erschweren und den Schleimabfluss aus den Nebenhöhlen stören. Dies ist häufig eine Ursache für Dauerschnupfen oder Entzündungen der Nasennebenhöhlen (Sinusitis), die ebenfalls chronisch verlaufen können.

Psyche für die Entstehung von Schnupfen verantwortlich?

Stress und starke berufliche oder familiäre Belastungen wirken sich negativ auf das Immunsystem aus. Dies führt zu einer erhöhten Anfälligkeit für Infekte, denn Schnupfenviren können leichter in den Körper eindringen und sich dort vermehren.

Vasomotorischer Schnupfen: Ursache bisher unbekannt

Die genauen Ursachen für einen vasomotorischen Schnupfen sind noch weitestgehend unbekannt. Die Symptome sind einem allergischen Schnupfen ähnlich, nur kann kein Allergen nachgewiesen werden. Die Eng- und Weitstellung der Blutgefäße in der Nasenschleimhaut wird falsch reguliert und reagiert daher überempfindlich auf äußere Reize. Ein Wechsel von kalter Außenluft in ein warmes Zimmer, staubige oder rauchige Luft, heiße Getränke, scharfes Essen oder psychische Belastungssituationen können die Durchblutung der Nasenschleimhautgefäße steigern. Dabei schwillt die Nasenschleimhaut an, es kommt zu einem wässrigen Fließschnupfen und einer behinderten Nasenatmung.

Trockene Nasenschleimhaut

Wenn die Schleimhäute trocken sind, ist die Immunabwehr der Nase geschwächt. Eine trockene Nase entsteht in schlecht gelüfteten Räumen, im Rahmen einer Erkältung, als Nebenwirkung von Nasensprays, durch Abgase oder bei einer Allergie. Die Schleimhäute jucken, brennen und entzünden sich, Erreger können leichter in den Nasen-Rachen-Raum eindringen und einen Schnupfen verursachen. Weiterhin bilden sich in der Nase Krusten. Diese können einreißen, sodass es vermehrt zu Nasenbluten kommt. Wird die trockene Nasenschleimhaut chronisch, spricht man von einer Rhinitis sicca.

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