Symptome und Verlauf eines Schnupfens mit verstopfter Nase


Ein Schnupfen verläuft typischerweise in drei Stadien:

  1. Trockenes Stadium: Zu Beginn juckt und brennt die Nase, begleitet von Niesreiz. Viele Betroffene frösteln oder fühlen sich unwohl.
  2. Fließschnupfen: Ein dünnflüssiges, klares Sekret läuft ständig aus den Nasenlöchern, die Nasenschleimhaut schwillt an. Das häufige Naseputzen reizt die Haut um die Nasenflügel. Sie ist gerötet und beginnt zu brennen. Zusätzlich stellt sich ein allgemeines Krankheitsgefühl mit Abgeschlagenheit und Müdigkeit ein.
  3. Schleimiger Schnupfen: Nach einigen Tagen wird das Nasensekret zunehmend dickflüssiger. Der zähe Schleim und die geschwollene Nasenschleimhaut führen zu einer Verstopfung der Nase, was das Atmen stark beeinträchtigt. Eine verstopfte Nase hat auch Auswirkungen auf den Geruchs- und Geschmackssinn: Die Betroffenen können kaum noch etwas riechen und schmecken – das Essen schmeckt fade. Im letzten Stadium verfärbt sich der Schleim bzw. das Nasensekret gelblich-grünlich. Hervorgerufen wird diese Farbe durch körpereigene Immunzellen, den weißen Blutkörperchen (Leukozyten), die die Viren abwehren, abgestoßene Zellen der Nasenschleimhaut und abgetötete Erreger.

Im weiteren Verlauf eines grippalen Infektes können noch Symptome wie Kopf- und Gliederschmerzen, Husten, Halsschmerzen und Fieber hinzukommen.

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Eitriger Schnupfen

Hinter einem gelblichen Nasensekret kann, muss aber nicht, ein bakterieller Schnupfen stecken. Bei einem eitrigen Schnupfen siedeln sich auf die bestehende Virusinfektion noch zusätzlich Bakterien an. In diesem Fall spricht man von einer bakteriellen Superinfektion. Wenn dabei die Nebenhöhlen betroffen sind, liegt eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) vor. Neben dem gelben Nasensekret sind bei einer Sinusitis vor allem die Druckschmerzen im Bereich der Nebenhöhlen und der Stirn charakteristisch.

Wann muss ich zum Arzt?


Ein Schnupfen mit verstopfter Nase heilt in der Regel nach einer Woche von allein wieder aus. Wenn die Symptome nach sieben Tagen jedoch nicht besser werden, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Treten zusätzlich zu den Schnupfensymptomen plötzlich hohes Fieber und starke Kopf- und Gliederschmerzen auf, sind das Hinweise auf eine echte Grippe (Influenza). In diesem Fall sollten die Betroffenen unbedingt einen Arzt konsultieren.

Was macht der Arzt?


Wenn der Schnupfen immer wiederkehrt, die Nase ständig verstopft ist oder die Symptome nicht besser werden, ist ein Besuch beim Arzt anzuraten. Anhand der Symptome und einer körperlichen Untersuchung, kann er die Ursache des Schnupfens feststellen. Liegt ein Erkältungsschnupfen vor, sind Husten oder eine Halsentzündung typische Begleiterscheinungen. Tritt die verstopfte Nase vermehrt im Frühjahr auf, könnte eine Allergie, beispielsweise Heuschnupfen, dahinterstecken. Bei Symptomen, die für einen allergischen Schnupfen sprechen, kann ein Allergietest nötig sein, um den Auslöser, zum Beispiel Pollen, Tierhaare oder Hausstaubmilben, zu finden.

Je nach Diagnose sind möglicherweise weitere Untersuchungen beim HNO-Arzt nötig. Gerade wenn ein chronischer Schnupfen vorliegt und die Nase ständig verstopft ist, wird die Nase mit einer Nasenspiegelung (Rhinoskopie) nach möglichen Polypen oder anatomischen Besonderheiten untersucht. Zur weiteren Abklärung können eine Computertomographie (CT), ein Ultraschall oder eine Röntgenuntersuchung ein genaueres Bild der Schnupfenursache geben. Ein Abstrich des Nasensekrets gibt Aufschluss über die Art des Erregers, zum Beispiel Bakterien, Viren oder Pilze, bei einer vorliegenden Infektion.

Wenn der Arzt einen Erkältungsschnupfen vermutet, untersucht er den Nasen- Rachen-Raum und klopft die Stirn- und Nasennebenhöhlen ab. Er entscheidet, ob eine Behandlung mit freiverkäuflichen Arzneimitteln wie Nasensprays, Schleimlösern (Sekretolytika) oder Schmerzmitteln ausreichend ist, um die verstopfte Nase zu behandeln. Je nachdem, welcher Erreger vorliegt, kann ein Antibiotikum oder ein Medikament, das die Vermehrung der Viren hemmt (Virustatikum), erforderlich sein. Diese Medikamente werden aber nur bei einem sehr schweren Verlauf oder bei auftretenden Komplikationen verordnet. Hausmittel können eine verstopfte Nase ebenfalls von Nasensekret befreien.

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Sabrina Mihlan Dr. Sabrina Mihlan hat sich schon während ihres Biologiestudiums besonders für die humanmedizinischen Themen interessiert. Daher spezialisierte sie sich auf Heilpflanzen und klinische Biochemie. Nach ihrer Promotion an der Universität Würzburg startete sie 2015 ihr Volontariat bei kanyo® und bereitet dort bis heute Themen aus Gesundheit und Medizin verständlich und übersichtlich für Sie auf. Sabrina Mihlan Medizinredakteurin und Biologin kanyo® mehr erfahren
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