Verstopfte Nase: Wenn bei Stockschnupfen nichts mehr geht

30. Oktober 2018

Wie wichtig unsere Nase ist, merken wir meist erst dann, wenn sie verstopft ist. Nicht nur, dass die Nasenatmung behindert ist, wir können nachts auch nicht so gut schlafen und schlechter oder gar nicht mehr riechen und schmecken, wenn sie dicht ist. Die meisten kennen die Beschwerden von einer dichten Nase, auch Stockschnupfen genannt, von einer Erkältung. Aber Infektionen sind nicht die einzige Ursache. Welche gibt es noch? Und viel wichtiger: Was hilft dagegen?

Man inhaliert, um verstopfte Nase frei zu kriegen.

Was ist ein Stockschnupfen?

Schnupfen ist nicht gleich Schnupfen. Es gibt zwei verschiedene Arten, die zum Beispiel bei einer Erkältung häufig auch abwechselnd auftreten. Während sich der Fließschnupfen durch eine ständig laufende Nase mit wässrigem Sekret auszeichnet, haben Betroffene mit Stockschnupfen das genau gegenteilige Problem: sie leiden an einer verstopften Nase. Kennzeichnend sind eine starke Schwellung der Nasenschleimhaut und ein dickflüssiges, zähes Sekret, das regelrecht in der Nase „stockt“.

Eine verstopfte Nase geht mit vielen Beschwerden einher. Dazu gehören

  • eine behinderte Nasenatmung,
  • ein trockener Mund,
  • Schlafprobleme infolge der eingeschränkten Nasenatmung,
  • ein verminderter Geruchsinn sowie
  • eine nasal klingende Stimme.

Sind die Nasennebenhöhlen mitbetroffen, können zudem bohrende Schmerzen im Gesicht hinzukommen. Je nachdem welche Nasennebenhöhlen betroffen sind, treten sie im Bereich der Stirn, Augen, Wange oder Oberkiefer auf und verstärken sich bei leichtem Ausüben von Druck an der Stelle. Darüber hinaus leiden Betroffene meist an weiteren Begleiterscheinungen einer Infektion, wie etwa an Halsschmerzen, Fieber oder Gliederschmerzen.

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Stockschnupfen: Was sind die Ursachen?

Stockschnupfen kennen die meisten Menschen von einer Erkältung oder Grippe. Es gibt aber noch weitere Auslöser für eine verstopfte Nase. Je nachdem, ob die Beschwerden akut oder chronisch sind, können folgende Ursachen dahinterstecken.

Erkältung als häufigster Auslöser einer akut verstopften Nase

Schnupfen ist an sich eine nützliche Abwehrreaktion des Körpers. Eine Erkältung oder Grippe wird häufig von Krankheitserregern – meist Viren – ausgelöst, die unter anderem über die Nasenschleimhaut in den Körper gelangen. Der Körper produziert daraufhin ein Schnupfensekret, um die Erreger aus der Nasenschleimhaut zu schwemmen. Zunächst ist das Sekret recht flüssig und unser Verbrauch an Taschentüchern dementsprechend hoch.

Dieser Reinigungsmechanismus funktioniert so lange, bis die Schleimhaut der Nase infolge fortschreitender Entzündungen anschwillt. Dann wird der Atemweg verengt und das Sekret zähflüssiger. Die Folge: Der Schleim bleibt in der Nase und verklebt die feinen Flimmerhärchen, die für den Abtransport von Krankheitserregern verantwortlich sind. In der Regel dauert eine Erkältung etwa sieben bis zehn Tage an, dann wird auch die Nase frei und Sie können wieder aufatmen.

Chronisch dichte Nase – daran kann es liegen

Neben der akuten Form des Stockschnupfens können Betroffene über Monate hinweg immer wieder unter einer verstopften Nase leiden. In diesem Fällen kommen folgende Ursachen in Betracht:

  • Allergien: Nicht nur Krankheitserreger, sondern ebenso an sich harmlose Stoffe wie Pflanzenpollen können Schnupfen auslösen. Schuld ist eine Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems, die bei Allergikern zum Beispiel Symptome wie einen juckenden Rachen, tränende Augen und eben einen Stockschnupfen hervorrufen.
  • vasomotorischer Schupfen: Sind weder eine Infektion noch eine Allergie an der verstopften Nase Schuld, kann das auf einen vasomotorischen Schnupfen hinweisen. Meist werden die Beschwerden durch bestimmte Reize wie starke Gerüche, scharfe Speisen, Zigarettenrauch oder Stress ausgelöst.

Hindernis in der Nase?

Eine verstopfte Nase muss nicht zwangsläufig mit Schnupfen zusammenhängen. Vor allem Kinder stecken sich gerne alle möglichen Gegenstände in Mund und Nase. Bleibt der Fremdkörper in der Nase hängen und kann von den Eltern nicht selbstständig entfernt werden, sollten diese schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen. Ein weiteres Hindernis in der Nase sind Nasenpolypen (das sind gutartige Wucherungen in der Schleimhaut, die mit speziellen Nasensprays behandelt werden können). Behindern die Polypen die Nasenatmung stark oder lösen weitere Symptome wie Schnarchen aus, kann jedoch eine chirurgische Entfernung notwendig sein.

Stockschnupfen behandeln – mit welchen Mitteln?

Bei Stockschnupfen werden vor allem Nasensprays zur Behandlung eingesetzt.Für Linderung der Beschwerden sorgen beispielsweise abschwellende Nasensprays. Die darin enthaltenen Inhaltsstoffe reduzieren die Durchblutung der Schleimhaut und wirken dadurch abschwellend. Kurzzeitig können die apothekenpflichtigen Nasensprays somit die Nase wieder freimachen.


Wichtiger Hinweis zu abschwellenden Nasensprays:

Von einer Anwendungsdauer von mehr als sieben Tagen am Stück wird dringend abgeraten. Abschwellende Nasensprays können süchtig machen, weil sich die Nasenschleimhaut an das Mittel gewöhnt, sodass sie ohne Einnahme des Sprays gar nicht mehr richtig abschwillt.

Neben abschwellenden Nasensprays gibt es zahlreiche Alternativen bei einer verstopften Nase. Nasensprays mit Meersalz verflüssigen beispielsweise den Schleim und lösen verkrustete Borken ab. Andere Wirkstoffe wie Hyaluronsäure, Bromelain (ein Enzym aus der Ananas) oder Eukalyptus-Öl sind ebenfalls Alternativen zu abschwellenden Nasensprays. Lassen Sie sich diesbezüglich am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.

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Hausmittel bei einer verstopften Nase

Bei einer verstopften Nase durch eine Erkältung können oftmals altbewährte Hausmittel für Linderung sorgen. Hier haben wir Ihnen ein paar gängige Tipps zusammengestellt, um den Schleimabtransport zu beschleunigen und die Nase schnell wieder freizukriegen.

  • Inhalieren: Beim Inhalieren wird heißes Wasser in eine Schüssel gegeben und der Wasserdampf mit der Nase eingeatmet. Am besten Sie legen sich außerdem ein Handtuch über den Kopf, damit der Wasserdampf nicht so schnell verfliegt. Ist die Nase komplett zu, können Sie vorher auch ein abschwellendes Nasenspray verwenden oder eine Nasenspülung durchführen. Durch das Inhalieren werden die Atemwege befeuchtet und verdickter Schleim verflüssigt. Wer mag, kann außerdem ätherische Öle wie Kamille hinzugeben. Kamille besitzt entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaften. Menschen mit Asthma müssen bei ätherischen Ölen jedoch vorsichtig sein. Nicht alle Öle sind geeignet. Manche können die Schleimhäute auch stark reizen und Asthmaanfälle auslösen. Und auch für Kinder sind viele Öle nicht geeignet. Lassen Sie sich diesbezüglich am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
  • Tee trinken: Viel trinken ist bei Stockschnupfen ebenfalls ratsam, um den Schleim zu lösen. Besonders eignen sich hierfür Teesorten mit Thymian oder Bibernelle.
  • Nasenspülung: Zähes Sekret in der Nase bekommen Sie außerdem mit einer Nasendusche gelöst. Spezielle Behälter erhalten Sie in der Apotheke. Für die Kochsalzlösung geben Sie einfach neun Gramm Salz in einen Liter lauwarmes Wasser.
  • Zwiebelsaft: Zwiebeln gelten ebenfalls als bewährtes Hausmittel bei einer verstopften Nase. Schneiden Sie einfach eine frische Zwiebel auf, und riechen Sie mehrmals täglich daran – auch wenn der Geruch sicher nicht jedermanns Sache ist. Zwiebeln enthalten antientzündliche und abschwellende Wirkstoffe.

Außerdem sollten Sie sich bei einer Infektion Ruhe und viel Schlaf gönnen, um sich schnell wieder zu erholen.

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