Häufig gestellte Fragen zum Vorbeugen von Schnupfen

Wie kann man einem Schnupfen vorbeugen?

Um sich vor einer Ansteckung zu schützen, gibt es verschiedene Maßnahmen: So sollten Sie unter anderem regelmäßig und gründlich Ihre Hände waschen. Dadurch verhindern Sie, dass die Viren über unbewusstes Kratzen, beispielsweise der Nase, in den Körper gelangen. Auch ein abwehrbereites Immunsystem, gestärkt durch gesunde Ernährung und Sport, kann helfen, einem Schnupfen vorzubeugen.

Was sind die ersten Anzeichen eines Schnupfens?

Wer erste Erkältungssymptome wie Schnupfen oder Halskratzen bemerkt, sollte versuchen, die Ausbreitung der Viren in den Atemwegen und der Lunge zu verhindern. Denn eine Behandlung direkt gegen die Erreger gibt es nicht. Stattdessen sollte das Immunsystem gestärkt werden, zum Beispiel mit ausreichend Schlaf, Bewegung, gesunder Ernährung und Aufenthalt an der frischen Luft.

Bei Schnupfen: Wie schütze ich andere vor einer Ansteckung?

Wer bereits Schnupfen hat, sollte daran denken, andere zu schützen. Um einer triefende Nase beim Partner, den Kindern oder Arbeitskollegen vorzubeugen, gilt unter anderem: Niesen und husten Sie richtig – und zwar in die Armbeuge. So vermeiden Sie, dass eine große Menge an Viren in die Luft gelangt. Auch regelmäßiges Händewaschen gehört als schützende Maßnahme dazu.

Mit diesen 8 Tipps können Sie einem Schnupfen vorbeugen:

Früher oder später erwischt sie einen ja doch – die Erkältung. Im Durchschnitt erkrankt ein Erwachsener zwei- bis dreimal im Jahr, Kinder sogar bis zu zehnmal.1 Um den lästigen Symptomen wie Schnupfen, Husten und Heiserkeit so lange es geht aus dem Weg zu gehen, können Sie ein paar einfache Maßnahmen ergreifen.  

Folgende 8 Tipps haben wir für Sie zusammengetragen:

1. Häufig und gründlich die Hände waschen

Erkältungsviren verbreiten sich unter anderem durch Schmierinfektionen. Es reicht bereits, in der U-Bahn einen Griff anzufassen, an dem sich vorher eine erkältete Person festgehalten hat. Schon haften die Krankheitserreger an der Hand. Die infektiösen Keime können durch unbewusstes Kratzen an der Nase oder Reiben der Augen in den eigenen Körper gelangen.

Daher gilt vor allem nach dem Kontakt mit kontaminierten​​ Gegenständen oder Oberflächen: Hände waschen! Aber auch nach dem Naseputzen oder Husten sowie vor dem Essen sollten Sie sich gründlich di​​e Hände mit lauwarmem Wasser und Seife reinigen. Denken Sie hier sowohl an die Handinnenflächen, den Handrücken als auch die Fingerzwischenräume sowie die Fingerspitzen und den Bereich unter den Fingernägeln.

Kinder spielerisch zum Händewaschen motivieren

​​​​​Richtiges Händewaschen will gelernt sein. Um es den Kleinsten schmackhaft zu machen, können Eltern folgenden Tipp probieren: Am Morgen wird dem Kind ein lustiges Virus mit Filzstift auf beide Handrückseiten gemalt. Durch regelmäßiges, gründliches Waschen sollte das Bild bis zum Abend verschwunden sein – und das Kind hat sich eine kleine Belohnung verdient.

Wer unterwegs ist und keine Möglichkeit zum Händewaschen hat, kann alternativ auf Händedesinfektionsmittel zurückgreifen. Diese gibt es als Spray, Gel oder Tuch in der Apotheke, aber auch in Drogeriemärkten zu kaufen. Wichtig ist, dass es sich nicht um rein antibakterielle Mittel handelt, denn diese sind gegen Viren wirkungslos. Qualitativ hochwertige Händedesinfektionsmittel lassen sich in der Regel am Geruch erkennen: Sie riechen nach den enthaltenen Alkoholen, beispielsweise Isopropanol oder Ethanol.  

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Podcast hören – Erkältung vorbeugen
Von regelmäßigem Händewaschen bis zur Dampfinhalation – welche Maßnahmen können dabei helfen, einer Erkältung vorzubeugen? Diese und weitere Fragen beantworten wir im Gesundheitspodcast.

2. Das Immunsystem stärken

Ein starkes Immunsystem wehrt Krankheitserreger besser ab, Infektionen verlaufen milder. Um das Immunsystem fit zu halten, lohnt es sich, die nachstehenden Maßnahmen zu beachten:

  • Gesunde Ernährung: Sowohl Erwachsene als auch Kinder sollten in der infektreichen Jahreszeit darauf achten, ausreichend Gemüse, Obst und Getreide(-produkte) zu essen. Insbesondere die Vitamine A, B , C und D sowie Zink, Kupfer, Selen und Eisen sind wichtig fürs Immunsystem. 
  • Aufenthalt im Freien: Der Körper gewöhnt sich durch tägliche Bewegung im Freien an die kalten Temperaturen und das Sonnenlicht unterstützt die Bildung von Vitamin D.  Auch das Immunsystem der Kleinen will trainiert werden: Kinder sollten deshalb täglich - am besten bei jedem Wetter - mindestens 1 Stunde an der frischen Luft verbringen.2 
  • Sport und Bewegung: Ausdauersportarten wie Walken, Joggen, Radfahren und Schwimmen sind besonders empfehlenswert.  

Darüber hinaus können regelmäßige Saunagänge oder Wechselduschen ebenfalls die Abwehrkräfte stärken. Dank des Wechselspiels von Hitze und Kälte weiten sich die Gefäße und die Durchblutung wird gefördert. So gelangen Nährstoffe und Sauerstoff vermehrt in die Zellen, wodurch die Schleimhäute besser Krankheitserreger abwehren können. 

3. Mit der richtigen Nasenpflege einem Schnupfen vorbeugen

Gerade im Winter trocknet die Nasenschleimhaut durch die warme Heizungsluft in Räumen schnell aus und ist in ihrer Abwehrfunktion geschwächt. So entsteht eine perfekte Eintrittspforte für Viren. Mit der richtigen Nasenpflege lässt sich dem vorbeugen. Dazu gehört beispielsweise: 

  • ​​​Meerwasser- oder Hyaluronsäure-haltiges Nasenspray nutzen: Das Spray hält die Nasenschleimhaut schnell, unkompliziert und ganz natürlich feucht.  
  • Nasendusche durchführen: Eine Nasendusche mit einer isotonischen Salzwasserlösung befeuchtet ebenfalls die Schleimhäute und spült die Erreger gleichzeitig mit aus. 
  • Nasenöle verwenden: Die Öle legen sich wie ein pflegender Schutzfilm auf die gereizten Schleimhäute. 

4. Ausreichend Schlaf – weniger Erkältungen?

Im Durschnitt schlafen Menschen 7 bis 8 Stunden täglich – und das ist auch gut so.3 Denn dabei erholt sich nicht nur der Körper, sondern das Gehirn speichert und verarbeitet auch die Eindrücke des Tages. Wer allerdings zu wenig schläft, schwächt seinen Körper und macht ihn sogar für Infekte anfälliger.

Bei einer amerikanischen Untersuchung zeigte sich, dass Personen, die 5 oder weniger Stunden täglich schlafen, ein um 44 Prozent höheres Erkrankungsrisiko hatten, als die Kontrollgruppe mit 7 bis 8 Stunden Schlaf.​​​​4 

Interessant:

In der amerikanischen Studie wurde auch festgestellt, dass sich ein Zuviel an Schlaf ebenfalls negativ auswirken kann: Das Risiko für eine Erkältung lag bei den Probanden, die 9 oder mehr Stunden am Tag schliefen, um 20 Prozent höher.3

5. Von Erkrankten fernhalten

Neben einer Schmierinfektion (Übertragung durch kontaminierte Gegenstände und Oberflächen) werden Viren oftmals per Tröpfcheninfektion übertragen. Die Erreger werden durch Sprechen, Husten und Niesen weitergegeben. Um Schnupfen vorzubeugen, sollten Sie einen möglichst ​​​​​​großen Abstand zu erkrankten Personen halten. ​​​​

Es empfiehlt sich daher, während einer Erkältungswelle Menschenansammlungen und öffentliche Verkehrsmittel zu meiden. Alternativ empfiehlt es sich, eine OP- oder FFP2-Maske zu tragen, um das Übertragungsrisiko zu minimieren.

6. Einen Ausgleich zum Alltag schaffen

Kurzzeitig mag Stress beflügelnd wirken und für die nötige Motivation sorgen. Hält die Belastung allerdings über einen längeren Zeitraum an, kann das krank machen. Denn die Psyche hat einen entscheidenden Einfluss auf die Immunabwehr. Unter anderem  

  • Verringerung der ​​​​Anzahl an Immunzellen insgesamt 
  • geringere Aktivität der natürlichen Killerzellen (Teil der Lymphozyten)  
  • verlangsamte Teilung der T-Lymphozyten (weiße Blutzellen) 

Aufgabe all dieser Zellen ist es beispielsweise, Bakterien, Viren und Pilze zu bekämpfen. Sind sie in ihrer Funktion eingeschränkt, haben die Krankheitserreger leichteres Spiel.

Daher gilt: Schaffen Sie einen Ausgleich zum Alltag und reduzieren Sie Ihren Stresspegel. Das kann das Ausüben eines Hobbys wie Radfahren oder Wandern sein, aber auch ein ausgeglichenes Gefühlsleben wirkt sich positiv auf die Widerstandskraft des Körpers aus.

Außerdem kann es hilfreich sein, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn die anhaltende Belastung beispielsweise durch zwischenmenschliche Konflikte ausgelöst wird. 

7. Schnupfen durch regelmäßiges Lüften vorbeugen

Frau öffnet Fenster: Regelmäßiges Lüften kann einer Erkältung vorbeugen.

Im Winter halten wir uns die meiste Zeit in geschlossenen Räumen auf. Wird nicht regelmäßig gelüftet, erhöht sich das Risiko ​​einer viralen Übertragung mit Aerosolen. Dabei handelt es ​​​​sich um Partikel, die nur wenige Millimeter groß sind und deshalb in der Luft schweben können.

Viren können sich auf die Aerosole setzen und mit ihnen unbemerkt im Raum ​​​​umherschweben – und so leicht eingeatmet werden. Regelmäßiges Stoßlüften – zwei- bis dreimal am Tag für 3 bis 5 Minuten – reduziert die Anzahl der Viren im Raum.5  

Lüften verbessert zudem nicht nur das Raumklima, sondern erhöht auch die Luftfeuchtigkeit, was einer trockenen Nasenschleimhaut und damit einem Schnupfen vorbeugen kann.

8. Probiotika-Produkte auf den Speiseplan setzen

Probiotika sind Milchsäurebakterien, die lebend in den Darm gelangen, die Darmtätigkeit regeln und gesundheitsfördernd wirken. Einerseits verbessern sie die Darmgesundheit, andererseits​​​​ sollen Probiotika das Immunsystem stärken und vorbeugend gegen Erkältungskrankheiten wirken.

Probiotische Produkte können Sie sowohl in der Apotheke als auch im Reformhaus, in Drogeriemärkten oder im Supermarkt kaufen. Alternativ gibt es probiotische Lebensmittel mit natürlich vorkommenden Bakterienkulturen, vorrangig sind das Sauermilchprodukte wie Joghurt, Kefir oder Dickmilch.  

Erkältung im Anmarsch? Schützen Sie Ihre Mitmenschen!


Den Erkältungsviren ganz aus dem Weg zu gehen, ist leider nicht möglich. Auch wenn Sie die vorherigen Tipps beherzigen, kann es sein, dass sich Viren festsetzen und Schnupfen hervorrufen. Ist dies der Fall, sollten Sie versuchen, Ihre Mitmenschen so gut es geht vor einer Ansteckung zu schützen. Neben den oben genannten Maßnahmen sollten Sie noch folgende beachten:

Hygienisch husten und niesen

Beim Husten und Niesen wird eine große Anzahl von Viren aus dem Körper geschleudert. Wenn diese mit den Händen in Kontakt kommen, verteilen sie sich über die Berührungen von Mitmenschen oder Gegenständen rasend schnell weiter. Husten und niesen Sie also lieber in den Ellenbogen, denn so bleiben die Hände keimfrei.

Schnupfen zu Hause auskurieren

Wer sich mit einer Erkältung angesteckt hat, ​​sollte lieber nicht arbeiten gehen oder sich mit Freunden treffen. Besser ist es, sich zu Hause auszukurieren. Das tut dem Körper gut, denn er kann sich schneller erholen. Eine weitere Verbreitung der Krankheit wird ebenfalls verhindert. Der Körper braucht während einer Erkältung mehr Schlaf, den Sie ihm auch gönnen sollten. Viel trinken, am besten Wasser oder Tees, verflüssigt den Schleim, so dass er leichter ausgeschnäuzt werden kann.

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Dr. Sabrina Mihlan Dr. Sabrina Mihlan hat sich schon während ihres Biologiestudiums besonders für die humanmedizinischen Themen interessiert. Daher spezialisierte sie sich auf Heilpflanzen und klinische Biochemie. Nach ihrer Promotion an der Universität Würzburg startete sie 2015 ihr Volontariat bei kanyo® und bereitet dort bis heute Themen aus Gesundheit und Medizin verständlich und übersichtlich für Sie auf. Dr. Sabrina Mihlan Medizinredakteurin und Biologin kanyo® mehr erfahren
Tanja Albert Von der Schülerzeitung übers Journalismus-Studium in die Online-Redaktion von kanyo® - Tanja Albert hat das Schreibfieber gepackt. Gemischt mit ihrem Interesse für Ernährungs- und Gesundheitsthemen stürzt sie sich Tag für Tag in die medizinische Recherche - und bringt das Ganze auch in die Sozialen Netzwerke, nämlich als Social Media Managerin. Tanja Albert Medizinredakteurin kanyo® mehr erfahren
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