Pflegesprays: Praktische Hilfe bei trockener Nasenschleimhaut


Verschiedene Ursachen – vor allem trockene Luft in stark beheizten oder klimatisierten Räumen – machen unserem Riechorgan zu schaffen. Wenn die Nasenschleimhaut nicht mehr ausreichend Sekret produziert, trocknet sie aus. Die Folgen:

  • Reinigungs- und Schutzfunktionen unseres Riechorgans sind eingeschränkt. Krankheitserreger haben es deutlich einfacher in den Körper zu gelangen.
  • Unangenehme Beschwerden wie Juckreiz, Brennen oder eine schmerzhafte Krustenbildung können auftreten.

Um dem vorzubeugen oder Symptome einer trockenen Nase zu lindern, ist eine regelmäßige Nasenpflege wichtig. Hierfür bieten sich spezielle Pflegesprays an, die für eine einfache und schnelle Befeuchtung sorgen. Dadurch kann die Nase ihre Funktionen wieder aufnehmen und die Beschwerden klingen ab.

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Inhaltsstoffe von Pflegesprays im Überblick


Wer ein befeuchtendes Pflegespray für die Nase verwenden möchte, kann zwischen vielen Produkten wählen. Die meisten sind freiverkäuflich in Apotheken erhältlich, aber auch viele Drogeriemärkte haben pflegende Nasensprays im Angebot.

Meerwasser: Natürliche Hilfe aus der Natur

Ein Aufenthalt am Meer tut vielen Menschen gut, deren Nase gesundheitlich beeinträchtigt ist. Wer nicht die Möglichkeit hat, zum Strand zu fahren, kann einen ähnlichen Effekt mithilfe von Nasensprays erzielen. Dabei gibt es verschiedene Präparate. Je nach Konzentration des Meersalzes wird zwischen isotonen und hypertonen Lösungen unterschieden.

  • Isotonische Lösungen haben einen Salzgehalt von 0,9 Prozent. Sie dienen zur Befeuchtung, Pflege und Reinigung der Nasenschleimhaut.1
  • Bei hypertonen Lösungen ist der Anteil an gelöstem Salz etwas höher (bis zu 3 Prozent). Sie besitzen zusätzlich einen abschwellenden Effekt und eignen sich besonders gut bei verstopfter Nase.1

Bisher fehlt ein wissenschaftlicher Nachweis dafür, dass die Anwendung von Salzwasser zu einer wesentlichen Verbesserung akuter Beschwerden wie einer verstopften Nase beiträgt. Lediglich eine größer angelegte Studie mit Kindern stellte deutlich lindernde Auswirkungen fest.2 Die Anwendung gilt als gut verträglich. Es konnten nur schwache Nebenwirkungen wie Brennen oder Reizungen durch höher konzentrierte Lösungen beobachtet werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass Erkrankte durch die Anwendung weniger häufig zu abschwellenden Nasensprays greifen.2

Salzwasser-Pflegesprays selbst machen?

Sie können eine Salzlösung auch selbst herstellen. Hierfür kochen Sie etwa 100 Milliliter Wasser auf und geben 0,9 Gramm reines Salz hinein. Wenn die Lösung abgekühlt ist kann sie in eine saubere Sprühflasche gefüllt werden.

Aber Vorsicht: Das in der Küche verwendete Speisesalz enthält häufig Zusatzstoffe wie Rieselhilfen, Jod, Fluorid und Trennmittel, die die empfindliche Nasenschleimhaut angreifen. Da selbst hergestellte Lösungen zudem keine Konservierungsmittel enthalten, sind sie nur 2 bis 3 Tage haltbar. Außerdem muss bei der Herstellung unbedingt auf Sauberkeit geachtet werden, damit keine Keime in das Spray gelangen. Besser ist es, auf ein Produkt aus dem Handel zurückzugreifen, dort gibt es eine große Auswahl an hochwertigen und kostengünstigen Meerwasser-Sprays.

Sprays mit pflanzlichen Ölen

Nasenöle gibt es in Form von Tropfen, sie sind aber auch als praktische Sprays verfügbar. Im Vergleich zu wässrigen Substanzen wie Salzlösungen hält der befeuchtende Effekt von Ölen länger an. Die Lösung weicht zudem Krusten sowie Borken auf, wodurch sich diese schonend entfernen lassen. Besonders Sesamöl hat sich zur Nasenpflege bewährt, da es sich fein versprühen lässt, ohne die feinen Flimmerhärchen zu schädigen oder verkleben.3 Pflegesprays mit Sesamöl können zur Unterstützung bei akuter oder gereizter Nasenschleimhaut und zur Langzeitbehandlung eingesetzt werden. Sie sind in der Regel gut verträglich und können daher auch während der Schwangerschaft, Stillzeit sowie bei Kindern eingesetzt werden.

Pflege mit Dexpanthenol

Bei Nasenschleimhautverletzungen bieten sich Nasensprays mit Dexpanthenol (auch als Panthenol bezeichnet) an. Dabei handelt es sich um ein natürliches Provitamin, das sich schon seit längerem bei der Behandlung von Haut- und Schleimhauterkrankungen bewährt hat. Es wird von der Haut aufgenommen und gespeichert. Mit seinen pflegenden Eigenschaften erhöht es den Feuchtigkeitsgehalt und die Elastizität der Haut. Dexpanthenol wirkt

  • entzündungshemmend,
  • wundheilungsfördernd und
  • juckreizlindernd.

Diese Eigenschaften tragen zur Regeneration von angegriffenen und entzündeten Nasenschleimhäuten bei, zum Beispiel nach einem Schnupfen. Viele Pflegesprays enthalten zudem eine Kombination aus Dexpanthenol und anderen Inhaltsstoffen wie Hyaluronsäure.

Hyaluronsäure für intensive Befeuchtung

Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil von Schleimhäuten und sorgt dort für Feuchtigkeit. Sie besitzt wasserbindende Eigenschaften und schützt damit die Schleimhäute vor dem Austrocknen.

Das Mittel legt sich wie ein Film auf die Nasenschleimhaut und sorgt so für Befeuchtung. Der Zugang für Krankheitserreger in den Nasen-Rachenraum wird deutlich erschwert und die Selbstreinigungsfunktion der Nasenschleimhaut gestärkt.

Achten Sie bei der Auswahl des Produkts darauf, dass keine Zusatz- oder Konservierungsstoffe enthalten sind. Hyaluronsäure ist auch schon für die tägliche Nasenpflege von Säuglingen und Kleinkindern geeignet.

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Pflegesprays sind meist gut verträglich


Im Vergleich zu abschwellenden Nasensprays, die süchtig machen können, haben Pflegesprays folgende Vorteile:

  • Sie können meist mehrmals täglich und über einen längeren Zeitraum verwendet werden.
  • Es besteht keine Gefahr eines Gewöhnungseffekts.
  • Die Wirkstoffe schädigen in der Regel die Schleimhäute nicht.

Viele befeuchtende Pflegesprays sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit auch für Kinder sowie während der Schwangerschaft und Stillzeit geeignet. Dennoch gilt: Informieren Sie sich vor der Anwendung unbedingt bei Ihrem Arzt oder Apotheker und lesen Sie ausführlich die Hinweise in der Packungsbeilage. Dieser entnehmen Sie bitte ebenfalls, wie viel Sprühstoße pro Tag empfehlenswert sind und ob eine Kombination mit anderen Präparaten, zum Beispiel mit abschwellenden Nasensprays, möglich ist.

Miriam Och Aufgewachsen in einer Familie aus Krankenschwestern und Journalisten, interessierte sich Miriam Och bereits sehr früh für die Themen Medizin und Medien. Nach verschiedenen Praktika im journalistischen Bereich – unter anderem bei der Deutschen Welle in Washington D.C. – absolvierte sie erfolgreich ihr Masterstudium Kommunikationswissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg. Seit 2017 arbeitet sie als Medizinredakteurin bei kanyo®, wo sie ihre beiden Leidenschaften optimal miteinander verknüpfen kann. Miriam Och Medizinredakteurin und Kommunikationswissenschaftlerin kanyo® mehr erfahren
Sabrina Mihlan Dr. Sabrina Mihlan hat sich schon während ihres Biologiestudiums besonders für die humanmedizinischen Themen interessiert. Daher spezialisierte sie sich auf Heilpflanzen und klinische Biochemie. Nach ihrer Promotion an der Universität Würzburg startete sie 2015 ihr Volontariat bei kanyo® und bereitet dort bis heute Themen aus Gesundheit und Medizin verständlich und übersichtlich für Sie auf. Sabrina Mihlan Medizinredakteurin und Biologin kanyo® mehr erfahren
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