Vor den Pollen fliehen – das richtige Reiseziel wählen


Millionen von Deutschen leiden an Allergien. Milben, Haustiere oder Lebensmittel – insgesamt mehr als 20.000 verschiedene Auslöser sind bekannt.1 Dementsprechend unterscheiden sich auch die Symptome, die Allergiker entwickeln. Während bei Kontaktallergien vor allem Hautausschläge auftreten, führen Blütenstauballergien zu einem allergischen Schnupfen. Ebenso werden Asthmaanfälle oder Magen-Darm-Beschwerden durch Allergien ausgelöst.

Eine der häufigsten Allergien ist Heuschnupfen, der vor allem im Frühling und Sommer vielen Allergikern das Leben erschwert – gerade dann, wenn die meisten Menschen ihren Urlaub planen. Da Gräser- und Getreidepollen vielerorts blühen und kilometerweit fliegen können, ist es schwer, komplett vor ihnen zu fliehen. Mit der richtigen Wahl des Urlaubsorts haben Pollen-Allergiker aber zumindest die Möglichkeit, in Regionen zu reisen, in denen die Belastung nicht so stark ist. Beispielsweise blühen Gräser und Bäume in Nordeuropa später als in Deutschland – hingegen sind Birkenpollen dort stark vertreten. Menschen, die diese nicht vertragen, sollten besser im Mittelmeerraum Urlaub machen.

Aber auch innerhalb Deutschlands unterscheidet sich die Pollenbelastung regional stark voneinander. Für Heuschnupfengeplagte, die hierzulande bleiben wollen, ist ein Aufenthalt auf den Nordseeinseln empfehlenswert. Dort gibt es praktisch kaum Pollen und die salzige Luft des Meeres tut Nase und Bronchien gut.

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Tipp:

Allergiker können sich im europäischen Pollenflugkalender online über die Pollenbelastung in ihrem geplanten Reiseziel informieren. Die Webseite gibt Informationen über die aktuelle Belastung und trifft mittelfristige Vorhersagen über die Intensität in europäischen Ländern.

So können Allergiker im Urlaub richtig durchatmen


Bereits bevor die Reise losgeht, sollten sich Allergiker von ihrem Hausarzt individuell beraten lassen. Dieser kann Tipps geben, welche antiallergischen Mittel am besten mit in die Reiseapotheke gepackt werden sollten. Bei einer langen Anreise ist eventuell eine vorbeugende Einnahme von Medikamente – in Absprache mit dem Hausarzt – ratsam.

Tipp:

Im Ausland ist es aufgrund von Sprachbarrieren oft schwierig, Arzt oder Apotheker über Allergieauslöser zu informieren. Für Menschen mit Allergien empfiehlt es sich daher, einen internationalen Allergiepass anzuschaffen. Im Notfall kann der Arzt dann schneller reagieren. Bisher gibt es dafür noch keine einheitliche Form. Im Internet finden sich jedoch mehrere Anbieter, die den Allergiepass in die Sprache des Reiselandes übersetzen.

Gut zu wissen: Viele Menschen denken bei Urlaub nur an die erholsame Zeit. Reiseplanung und Anreise können jedoch auch mit Stress verbunden sein. Dieser kann allergische Reaktionen womöglich verstärken. Versuchen Sie daher, die Vorbereitungen und Anreise so entspannt wie möglich zu gestalten. Dies gelingt beispielsweise, indem Sie genug Zeitpuffer einbauen und schon frühzeitig mit der Planung beginnen.

Bei einer Reise mit dem Auto sollten Allergiker die Fenster geschlossen halten, um die Pollen außen zu halten. Ebenfalls hilfreich ist der Einbau von speziellen Pollenfiltern, um Fahrer oder Beifahrer vor unangenehmen Niesattacken zu schützen.

Pollen-Allergiker sollten im Urlaub außerdem folgende Vorsichtsmaßnahmen einhalten:

  • Duschen Sie sich nach einem Ausflug im Freien und waschen Sie Ihre Haare gründlich, um Pollen, die sich über den Tag in den Haaren angesammelt haben, wieder loszuwerden.
  • Wechseln Sie nach dem Urlaubsausflug Ihre Kleidung und nehmen Sie diese – sofern möglich – nicht mit in Ihr Schlafzimmer.
  • Vermeiden Sie bei Heuschnupfen zu anstrengende körperliche Tätigkeiten. Dadurch atmen Sie tiefer ein und nehmen womöglich mehr Pollen auf.
  • Lüften Sie Ihr Hotelzimmer am besten nachts. Dann fliegen die wenigsten Pollen.

Miriam Och Aufgewachsen in einer Familie aus Krankenschwestern und Journalisten, interessierte sich Miriam Och bereits sehr früh für die Themen Medizin und Medien. Nach verschiedenen Praktika im journalistischen Bereich – unter anderem bei der Deutschen Welle in Washington D.C. – absolvierte sie erfolgreich ihr Masterstudium Kommunikationswissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg. Seit 2017 arbeitet sie als Medizinredakteurin bei kanyo®, wo sie ihre beiden Leidenschaften optimal miteinander verknüpfen kann. Miriam Och Medizinredakteurin und Kommunikationswissenschaftlerin kanyo® mehr erfahren
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