Allergischer Schnupfen: Auslöser & Ursachen

Viele empfinden den Frühling als die schönste Jahreszeit: Es wird langsam warm, die Sonne scheint und die Bäume blühen. Für Menschen, die an Heuschnupfen leiden, ist diese Zeit allerdings von einer verstopften Nase und tränenden Augen geprägt: Die Allergie gegen Blüten- und Baumpollen hat Hochsaison. Viele Allergiker leiden auch das ganze Jahr über an einem allergischen Schnupfen (allergische Rhinitis). Wer auf Hausstaubmilben oder Tierhaare reagiert, hat nie Ruhe. Welche Faktoren können eine Allergie auslösen und wie läuft die allergische Reaktion im Körper ab?

Wie entsteht Heuschnupfen? Familie mit Hund liegt auf der Wiese

Woher kommt eine Allergie?

Die Symptome eines allergischen Schnupfens , ob gegen Pollen oder Tierhaare, sind ähnlich: Die Nase schwillt zu und verstopft, die Augen brennen, röten sich und jucken, ein Fließschnupfen setzt ein. Manche Menschen werden von verschiedenen Allergien geplagt, andere bleiben ihr Leben lang unbehelligt – warum das so ist, konnte bisher noch nicht geklärt werden. Es sind jedoch eine Reihe von Risikofaktoren bekannt, die an einer Entstehung von Allergien beteiligt sind:

  • Vererbung: Bestimmte Genvarianten begünstigen Allergien. Diese werden in Familien immer weitervererbt. Wenn beide Eltern an einer Allergie leiden, hat das Kind ein hohes Allergierisiko von 40 bis 60 Prozent.
  • Hygiene: Übertriebene Hygienemaßnahmen führen zu einer geringeren Keimbelastung. Gerade das Immunsystem braucht aber Keime als Trainingspartner, um sich zu stärken. Bleiben die aus, ist das Immunsystem unterfordert und richtet sich auf eigentlich harmlose Tierhaare oder Pollen. Eine Allergie bildet sich aus.
  • Umweltbelastungen: Feinstaub in der Luft, verdampfende Lösungsmittel aus Möbeln oder neue Pflanzenarten, die sich in unseren Breiten etablieren: Der Körper reagiert auf dauerhafte Reizungen mit einer Allergie.
  • Rauchen: Tabakrauch fördert Allergien. Kinder, die regelmäßig Zigarettenrauch ausgesetzt sind oder deren Mütter schon in der Schwangerschaft und Stillzeit geraucht haben, haben ein erhöhtes Allergierisiko.

Will man das Allergierisiko seines Kindes senken, sollte man aufs Rauchen verzichten und mindestens sechs Monate stillen. Am besten ist es, begleitend zur Beikost, das Baby weiterhin zu stillen, denn so kann sich es sich langsam an die Vielfalt der Nahrungsmittel gewöhnen, profitiert aber gleichzeitig von den Immunabwehrstoffen in der Muttermilch. Kinder sollten schon früh viel Kontakt mit unterschiedlichsten Stoffen mit Allergiepotenzial haben, zum Beispiel mit Pflanzen und mit Tieren. Reiniger oder Waschmittel mit zugesetzten Desinfektionsmitteln sind zu Hause überflüssig.

Ganzjähriger allergischer Schnupfen

Im Gegensatz zur Pollenallergie tritt ein allergischer Schnupfen gegen Hausstaubmilben, Schimmelpilzsporen oder Tierhaare das ganze Jahr über auf.

Die zweithäufigste Allergie nach Heuschnupfen ist die gegen Hausstaubmilben, genauer gesagt, gegen die Ausscheidungen der mikroskopisch kleinen Spinnentiere. Diese fühlen sich in Decken, Kissen, Teppichen und Matratzen sowie im Hausstaub wohl und ernähren sich dort von Hautschuppen, Haaren und Schimmelpilzen. Selbst mit einem intensiven hygienischen Aufwand lassen sich Hausstaubmilben nicht entfernen.

Allergiker können aber auf spezielles Bettzeug ausweichen, Schutzüberzüge für Matratzen benutzen und das Schlafzimmer häufig lüften, denn die Milben fühlen sich in einem warmen und feuchten Raumklima wohl. Eine Hyposensibilisierung kann die Allergie dauerhaft verbessern, denn dabei wird der Körper langsam an das Allergen gewöhnt.

Eine Tierhaarallergie richtet sich gegen eiweißhaltige Bestandteile in Urin-, Kot-, Talg- oder Speichelresten der Haustiere, die in den Haaren haften. Vor allem Katzen sind die häufigsten Auslöser, da sie beim Putzen den Speichel und damit die Allergene auf dem Fell verteilen. Aber auch Hunde, Pferde und Meerschweinchen können eine Tierhaarallergie auslösen. Eine Allergie gegen Schimmelpilze tritt ebenfalls häufig auf. Sie sind ein natürlicher Bestandteil unserer mikrobiellen Umwelt. Gewöhnlicherweise sind sie in der Erde und feuchten Luft sowie in Tapeten oder im Getreide mit Pilzbefall zu finden.

Bei gut gedämmten Räumen und wenig Luftaustausch finden Schimmelpilze ideale Wachstumsbedingungen vor und breiten sich großflächig aus. Das Immunsystem reagiert bei dieser Allergie vor allem gegen die Sporen der Schimmelpilze, die sich überall verteilen und sowohl eingeatmet als auch mit der Nahrung aufgenommen werden können.

Weitere Allergene, die zu einer allergischen Reaktion führen, können berufsbedingt bestimmte chemische Substanzen sein, zum Beispiel bei medizinischem Personal Latex. Die Allergie äußert sich mit Hautausschlägen und Quaddeln. Lebensmittel, zum Beispiel Nüsse oder Zitrusfrüchte, können ebenfalls schwere Allergien auslösen. Die Hauptsymptome für eine Lebensmittelallergie sind Kreislaufprobleme, Übelkeit, Durchfall und Schwellungen im Mund.