Nasenpflege – der Nase etwas Gutes tun

Es lassen sich zwei Arten von trockener Nase unterscheiden: die Nasenschleimhaut im Inneren der Nase kann austrocknen und einreißen, aber auch der Außenbereich der Nase kann rot und wund werden. In beiden Fällen können Sie die Haut durch die richtige Nasenpflege bei der Heilung unterstützen.

Mit Produkten zur Nasenpflege, wie Nasenspray, trockenen Schleimhäuten vorbeugen.

Bei Schnupfen und trockener Luft leidet die Nasenhaut

Die Nase wird bei einem Schnupfen ziemlich in Mittleidenschaft gezogen. Sie ist durch das laufende Nasensekret ständig feucht, Taschentücher reiben beim Naseputzen häufig über die zarte Haut. Das macht die äußere Nasenhaut schnell wund: Sie rötet sich, fängt an zu brennen und kann sogar blutig werden. Jede Berührung verursacht einen stechenden Schmerz.

Auch zu trockene Raumluft, Schmutz in der Umgebungsluft sowie die Verwendung von abschwellendem Nasenspray setzen der Nase zu. Die Schleimhäute trocknen aus, die Nase wird rissig und wund. Das ist nicht nur schmerzhaft, die Nase ist auch in ihrer Funktion eingeschränkt. Wird die trockene Nasenschleimhaut krankhaft, spricht man von einer Rhinitis sicca.

Im gesunden Zustand reinigt sich die Nase selbst. Die Nasenhaare fangen den groben Schmutz ab, die Nasenschleimhaut  produziert dazu ein dünnflüssiges Sekret, das die Atemluft befeuchtet und von Staub reinigt. Feinste Flimmerhärchen an der Nasenschleimhaut transportieren das Nasensekret wie auf einem Förderband Richtung Rachen, wo es unbemerkt in den Magen abließt oder ausgehustet wird.

Eine trockene Nasenschleimhaut kann ihrer Funktion als Infektions- und Schadstoffabwehr nicht mehr nachkommen; die Gefahr einer Infektionskrankheit steigt. Das liegt daran, dass sich Bakterien und Viren in der rissigen Haut leichter ansiedeln können und durch das fehlende Nasensekret schlechter abtransportiert werden. In diesen Fällen kann eine gewissenhafte Nasenpflege die Nase befeuchten und den Aufbau der Schleimhaut unterstützen.

Wie kann ich meine Nase pflegen?

Gegen eine trockene Nasenschleimhaut gibt es spezielle Nasensprays, die die Nase pflegen und ihr die nötige Feuchtigkeit verleihen. Dabei kommt die Hilfe aus der Natur: Nasenpflege-Sprays mit einer isotonischen Meersalzlösung (9 Gramm Salz pro 1 Liter Wasser) oder Hyaluronsäure befeuchten die Nasenschleimhaut, der Wirkstoff Dexpanthenol fördert zusätzlich die Heilung wunder, aufgesprungener Haut.

Ein Nasenöl (zum Beispiel mit Sesamöl oder Vitamin A) kann ebenfalls nachhaltig befeuchten. Die Dauer der Anwendung sollte mit einem Arzt abgestimmt werden. Wenn Symptome wie Husten, Schmerzen im Brustbereich und Atembeschwerden auftreten, sollte das Nasenöl umgehend abgesetzt und ein Arzt aufgesucht werden.

Nasenspülungen mit isotonischer Kochsalzlösung dienen der Nasenpflege, indem sie die Schleimhäute befeuchten und Krusten, auch Borken genannt, in der Nase verflüssigen. Das hat den positiven Nebeneffekt, dass Schadstoffe und Krankheitserreger mit ausgeschwemmt werden. Um die Funktion der Nasenschleimhaut zu unterstützen und für eine gute Befeuchtung zu sorgen, ist es wichtig ausreichend zu trinken, mindestens zwei Liter täglich.

Für die äußere Nasenhaut und den Naseneingang sind Salben oder Balsam mit den Wirkstoffen Dexpanthenol, Vitamin A oder Mandelöl besonders pflegend. Die Nasensalben sollten aber nicht auf die Schleimhaut innerhalb der Nase aufgetragen werden, da sie die Flimmerhärchen verkleben und deren Funktion einschränken können.

Wann ist eine Nasenpflege sinnvoll?

Eine Nasenpflege kann vorbeugend gegen trockene Nasenschleimhaut helfen. Gerade, wenn Sie sich viel in Räumen mit trockener Luft aufhalten oder einer großen Staubbelastung ausgesetzt sind, unterstützt eine entsprechende Pflege die normale Nasenfunktion.

Schnupfen wird oft mit einem abschwellenden Nasenspray, zum Beispiel mit dem Wirkstoff Xylometazolin, behandelt. Dieser greift jedoch schon nach einigen Tagen die Schleimhäute massiv an und trocknet sie zusätzlich aus. Er sollte daher nicht länger als eine Woche angewendet werden. Ein Nasenpflege-Spray, zum Beispiel mit Panthenol oder Hyaluronsäure, kann dabei helfen, die Nasenschleimhaut zu regenerieren.

Gleich zu Beginn einer Erkältung oder bei einer Allergie kann das regelmäßige Verwenden einer Nasensalbe verhindern, dass die Nasenhaut wund wird und schmerzt. Sprays und Salben zur Nasenpflege bekommt man in der Apotheke oder Drogerie zu kaufen. Greifen Sie beim Naseputzen auf extra weiche Papiertaschentücher zurück. Küchen- oder Toilettenpapier ist zu grob und führt zu einem schnellen Wundwerden der Nasenhaut. Putzen Sie außerdem vorsichtig die Nase, ohne zu reiben. Schnauben sie die Nasenlöcher abwechselnd vorsichtig aus, „trompeten“ sollten Sie jedoch vermeiden. Dabei entsteht ein zu hoher Druck, das Nasensekret kann in die Nebenhöhen gedrückt werden und dort einen idealen Nährboden für Bakterien bilden.

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Wenn die Nase über einen längeren Zeitraum wund ist oder stark schmerzt und eine Nasenpflege nicht anschlägt, kann ein Arzt weiterhelfen. HNO-Ärzte sind die richtigen Ansprechpartner, wenn der Verdacht auf eine krankhaft trockene Nasenschleimhaut (Rhinitis sicca) besteht.

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